Sorgen-Thema Straßensanierung

200 Menschen beim Neujahrsempfang der Stadt Zierenberg

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Begrüßten gemeinsam mit gut 200 Gästen das neue Jahr: Rüdiger Umbach (von links), Stefan Denn mit Ehefrau Silke sowie Monika und Uwe Schmidt.

Zierenberg. Jede Menge Hände hatten Stadtverordnetenvorsteher Rüdiger Umbach, Bürgermeister Stefan Denn und dessen Ehefrau Silke am Sonntag im Bürgerhaus in Zierenberg zu schütteln.

Zum mittlerweile siebten Mal fand der Neujahrsempfang des Warmestädtchens statt, zu dem gut 200 Bürger sowie Repräsentanten aus Vereinen, Politik und Gesellschaft gekommen waren.

Die nahm Denn mit auf einen 30-minütigen Ritt durch die Stadtpolitik. Dass Zierenberg nicht zu den reichsten Kommunen im Landkreis zählt, daraus machte er keinen Hehl: „Wir stehen mit 450.000 Euro Miesen da, die wir in diesem Jahr irgendwie auf 350.000 Euro drücken müssen, möglichst ohne soziale und kulturelle Angebote von Freibad über Jugendarbeit bis Viehmarkt in Frage zu stellen.“ Die Gesamtschulden beliefen sich auf rund elf Millionen Euro, Steuer- und Gebührenanpassungen seien notwendig, um einen Haushaltsausgleich zu erreichen. „Wir werden 2015 einen Schuldenabbau in Höhe von fast 800.000 Euro schaffen, bei einer Neuverschuldung von rund 130.000 Euro.“

Kulturverein ist ein Gewinn 

Sorgen bereite ihm das Thema Straßensanierung, da Abstimmungen mit der neuen Landesregierung derzeit schwierig seien. „Wie es mit der Kasseler Straße und der Ehlener Straße weitergeht, wissen wir nicht“, sagt Denn, der hinsichtlich Investitionen seitens des Landes erst im kommenden Jahr mit Besserung rechnet. Zufrieden zeigt sich der Rathauschef hingegen mit den Entwicklungen im Bereich Kultur, Soziales und Tourismus. Vor allem die Gründung eines Kulturvereins sei ein richtiger Schritt gewesen, um die örtliche Kulturarbeit in Kirche und Rathaus weiter zu fördern. In Sachen Tourismus setzt Denn, nach der erfolgreichen Anerkennung als Erholungsort, auf die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft mit zehn anderen Kommunen der Region. „Wir müssen Synergien nutzen und all unsere touristischen Angebote in einen Topf werfen, nur so kommen wir weiter.“

Windenergie, Grundstücksverkäufe, Tunnelbau und die aktuell unzufriedenstellende Situation der durch hohe Krankheitsstände gebeutelten Regiotram waren weitere Themen, bevor Landrat Uwe Schmidt die Grüße des Landkreises überbrachte und die aktuellen Geschehnisse in der Welt rund um Terror und Gewalt in den Fokus rückte: „Wir müssen endlich zuverlässige Antworten auf die Fragen finden, wie wir das Zusammenleben in unserem Land gestalten und wie wir es verhindern wollen, dass sich Parallelgesellschaften entwickeln.“

Mitarbeiter des Kreises sowie zahlreiche Ehrenamtliche, ohne die der Brückenschlag aus den Flüchtlingsunterkünften heraus ins normale Leben nicht möglich wäre, seien unermüdlich im Einsatz, um den Menschen einen guten Start in ihrer neuen Heimat zu ermöglichen - „das ist gelebte Integration“, so der Landrat.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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