Menschen im Altkreis Wolfhagen spenden häufiger Blut

Wolfhager Land. Immer wieder hört man, dass die Zahl der Blutspender rückläufig sei. Im Wolfhager Land und anderen Regionen Nordhessens hat sich die Bereitschaft zur Blutspende allerdings positiv entwickelt.

Das teilt Rainer Riedinger, Regionalleiter beim DRK Blutspendedienst Hessen, auf HNA-Anfrage mit.

So sei die Zahl der Spender im Wolfhager Land in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, sagt Riedinger. Waren es im Jahr 2008 noch 3878 Spender und 223 Erstspender, gaben im vorigen Jahr 5051 Menschen ihr Blut – darunter waren 241 Erstspender. „Die Sensibilisierung und Hilfsbereitschaft für die soziale Notwendigkeit, Blut zu spenden, hat bei den Bürgern zugenommen“, nennt Rainer Riedinger einen der Gründe für die gestiegene Bereitschaft. Berichterstattungen in den Medien führten zu dem Umdenken.

Doch trotz der positiven Entwicklung im Altkreis Wolfhagen ist die Spendenbereitschaft auch dort von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig. Dazu zählen laut Riedinger die Ferienzeit, Feiertage, die Wetterlage aber auch gesellschaftliche Aspekte – etwa die Übertragung einer Fußball-WM. All das führe dazu, dass die Blutspendebereitschaft in diesen Zeiten abnimmt. Und dann könne es kurzfristig zu Problemen in der Blutversorgung der hessischen Krankenhäuser kommen, sagt der Regionalleiter des DRK-Blutspendedienstes. Wegen der kommenden Brückentage, zum Beispiel an Pfingsten, befürchtet er auch in unserer Region einen Mangel.

Grundsätzlich sei die Spendenbereitschaft im ländlichen Bereich besser als in Ballungszentren. In der Stadt sei man anonym. In kleinen Orten komme Blutspenden fast einem Vereinstreffen nahe. Trotz des positiven Trends in Wolfhagen spenden nur etwa drei Prozent der Bevölkerung Blut – in vielen Teilen Deutschlands sind die Zahlen rückläufig.

Von Vera Glass

Quelle: HNA

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