Wahlkampfauftritt in Fritzlar

Merkel fordert fairen Ausgleich für Mütter

Fritzlar. Jeder junge Mensch in Deutschland sollte eine Berufsausbildung absolvieren. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres einzigen Wahlkampfauftritts in Nordhessen am Donnerstagabend in Fritzlar.

Die Politik könne aber nur die Rahmenbedingungen setzen. Damit die Menschen ihre Chancen wahrnehmen könnten, dürfe die Politik ihnen nicht die Spielräume nehmen.

Unter großem Beifall sagte die Kanzlerin, dass es keine Steuererhöhungen geben dürfe. Mindestlöhne müssten in der Wirtschaft vereinbart werden, nicht von der Politik vorgegeben.

Viele Menschen sorgten sich um ihre Rente. Die Kinderarmut in Deutschland gebe hierzu auch Anlass. Umso wichtiger sei es, dass jedes Kind seine Chancen auf Ausbildung wahrnehmen könne. Auf der Seite der Älteren müsse Kindererziehung besser honoriert werden. Die Kanzlerin betonte, dass die Mütterrente verbessert werden müsse. Deutschland könne nur erfolgreich sein, wenn es zu einem fairen Ausgleich zwischen den Generationen komme.

Solide Finanzen seien unerlässlich. Deswegen, sagte die Kanzlerin, müssten Schulden abgebaut werden. Genauso viel Ehrgeiz müsse Deutschland entwickeln, auf den Weltmärkten erfolgreich zu bleiben. Der Euro sei gut für die deutsche Wirtschaft, er sei ein Garant für den Frieden in Europa. Klar müsse den Krisenländern der Eurozone aber sein, dass es Hilfen nur gegen Reformen geben könne.

Fotos: Merkel zu Gast in Fritzlar

Angela Merkel zu Gast in Fritzlar

Der Auftritt der Kanzlerin, die in Begleitung von Ministerpräsident Volker Bouffier und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe erschienen war, war geprägt von dem Bemühen, Angela Merkel als Person, nicht nur als Politikerin zu zeigen. Die Kanzlerin selbst ließ an einem keinen Zweifel: „Ich will wieder Bundeskanzlerin werden.“

Von Tibor Pézsa

Unechte Angela Merkel in geheimer Mission unterwegs

Angela Merkel schaute sich zuvor bereits die Fritzlarer Innenstadt an und sprach mit den Passanten. Zumindest unsere Angela Merkel: Daniel Ebert von Radio HNA hatte sich in sein Bundeskanzlerinnen-Kostüm geworfen, um herauszufinden, wie sich Angela Merkel wohl fühlen mag, wenn sie durch die Straßen der Domstadt zieht. Inzwischen wird er liebevoll nur noch Dangela genannt.

Bilder vom verkleideten Moderator

Dangela: Daniel Ebert von Radio HNA als Angela Merkel in Fritzlar

Video: Daniel Ebert als Angela Merkel

Quelle: HNA

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