Aktionstag parallel zur Frankfurter Buchmesse soll Hans Staden besonders würdigen

Auf Messe und im Möbelwagen

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Geschafft: Die Kabinettausstellung ist fertig, am Donnerstag und Freitag wird sie im Möbelwagen zu sehen sein. Daran mitgearbeitet haben (von links) Dr. Günter Huber (Geschichtsverein Homberg), Helmut Blau (Vorsitzender des Förderkreises Hans Staden), Horst Jung (Verteter der Bibelgesellschaft), Harald Götte, Brigitte Riedel (Förderverein Haus der Reformation).

Homberg. Als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse präsentiert sich ab morgen Brasilien. „Eine Aufmerksamkeit erregende Neuerscheinung der Frankfurter Buchmesse war 1557 mit Sicherheit das erste Brasilienbuch in deutscher Sprache: Die Wahrhaftige Historia des in Homberg geborenen Hans Staden“, so Dr. Jürgen Schulz-Grobert aus Homberg.

Aus diesem Grund wird in Homberg Hans Staden parallel zur Buchmesse in Frankfurt ganz besonders gewürdigt. Eine Kabinettausstellung wird am Donnerstag, 10. und Freitag, 11. Oktober, im Möbelwagen am Markt zu sehen sein.

Unter der Federführung des Fördervereins Haus der Reformation haben sich mit der THS, der Bibelgesellschaft und dem Förderkreis Hans Staden weitere Unterstützer gefunden und zwei Aktionstage parallel zur Buchmesse auf die Beine gestellt. Unterstützung bekamen sie dabei auch von der Druckerei Woeden aus Remsfeld.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine originalgetreue Reproduktion. Es gibt während des Aktionstages zwei thematische Schwerpunkte: Es geht um edle Indios und somit um das zweite Titelblatt der „Wahrhaftigen Historia“. Es zeigt vornehme Indio-Häuptlinge, die in besonders würdevoller Pose in Erscheinung treten.

Großer Aufwand

Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung widmet sich dem Buchdruck im 16. Jahrhundert. Mit großer Anerkennung spricht der Marburger Gelehrte Johannes Dryander in seinem Vorwort zu der ,Wahrhaftigen Historia’ über den materiellen Aufwand, mit dem die Veröffentlichung des Reiseberichtes gerade auch für den Verfasser Hans Staden verbunden war.

Um eine Vorstellung von dem Aufwand und den Kosten zu vermitteln, die mit der Herstellung eines illustrierten Buches im 16. Jahrhundert verbunden waren, liefert eines der Kulturschaufenster im Möbelwagen eine kleine Dokumentation zum Druck mit beweglichen Buchstaben (Lettern). An einem originalgetreuen Nachbau der Gutenberg-Presse können sich die Besucher in den Räumen des Möbelwagens im wahrsten Sinne des Wortes selbst ein Bild machen, indem sie das zweite Titelblatt der „Wahrhaftigen Historia“ nachdrucken. (may)

Quelle: HNA

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