Michael Fitz gastierte mit seinem „Liedermaching“-Programm in der Kulturscheune

Bekannt und charmant: Michael Fitz kennt man vor allem als Schauspieler. In der Kulturscheune Fritzlar zeigte der Münchner am Montag dem Publikum seine Qualität als Liedermacher und stand mit seinem Programm „Liedermaching“ auf der Bühne. Foto: Eberlein

Fritzlar. Eigentlich sei es sein freier Tag, scherzte Michael Fitz und stand doch auf der Bühne der Kulturscheune Fritzlar. Bekannt ist er dem deutschen Fernsehpublikum in erster Linie als Schauspieler, vor allem als Kommissar Carlo Menzinger im Team des Münchner Tatorts, dem er bis 2007 angehörte.

Deutlich weniger Zuschauer wussten, dass der Münchner Künstler bereits seit fast drei Jahrzehnten auch als Liedermacher unterwegs ist.

„Liedermaching“ heißt das Programm, mit dem er am Montagabend in Fritzlar zu Gast war. Eine Besonderheit des Musikers Fitz ist seine Sprache, denn die selbst geschriebenen Texte zu den von ihm eigens komponierten Stücken sind allesamt in deutscher Sprache mit Münchner Dialekt verfasst.

An den musste sich das Fritzlarer Publikum aber nicht lange gewöhnen. Was auf der Konzerttour von Michael Fitz in Ostfriesland und Niedersachsen verstanden werde, das verstünden die Zuhörer in Nordhessen sicher auch, so der Musiker.

Und in der Tat, die Kommunikation zwischen den Zuhörern und dem Künstler im Rampenlicht klappte vom ersten Moment an hervorragend. Das lag nicht zuletzt an der durch und durch charmanten Art des Schauspielers und Liedermachers.

Es lag aber auch an den Erfahrungen aus seinem Leben und den Einblicken in seine Gedanken, die er dem Publikum erzählerisch, aber vor allem in seinen Liedern eröffnete. Die kleinen und scheinbar unwichtigen Dinge des Lebens verarbeitet er ebenso wie die Wichtigen und Großen.

Seine poetischen Texte drehen sich um Beziehungen, das Einsamsein und um Begegnungen. Die Titel seiner Stücke lauten unter anderem „Hinter meiner Stirn“, „Von jetzt auf gestern“ und „Irgendwo dahinten“ und lassen den Tiefgang seiner Texte bereits erahnen.

Er wagt Blicke ins Universum und in die menschliche Seele. Damit fühlte sich das Publikum in der Kulturscheune offenkundig rundum wohl, lauschte der ruhigen Stimme und den Klängen der Gitarre des Musikers aufmerksam, um gleich danach in lauten Applaus zu verfallen.

Zweimal baten die Gäste den Liedermacher am Ende des Konzertes noch für eine Zugabe auf die Bühne, und viele gingen mit einem Foto und einer handsignierten CD des Künstlers nach Hause.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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