Neue Computersoftware gibt es jetzt auch in Nordhessen

„Mika“ sucht einen passenden Mietpreis

Wolfhager Land. Das Amt für Bodenmanagement in Korbach hilft Mietern und Vermietern mit einer neuen Computersoftware bei der Suche nach einem realistischen Mietpreis. Basis der Software namens „Mika“ (Mietwertkalkulator) sind 3178 Datensätze über Mietverhältnisse im Landkreis Kassel und im Kreis Waldeck-Frankenberg. Diese werden mit den Bodenrichtwerten, die Auskunft über Grundstückswerte geben, kombiniert.

In Nordhessen gibt es keinen Mietspiegel. „Das Programm bietet als objektive Richtschnur daher eine gute Orientierungshilfe für die Ermittlung einer durchschnittlichen Nettokaltmiete“, sagt Diplom-Ingenieur Frank Mause, Leitender Vermessungsdirektor beim Amt für Bodenmanagement in Korbach. Das Ergebnis sei repräsentativ für mittlere Verhältnisse. Besondere Wohnungsausstattungen oder Mietmängel könne das Programm natürlich nicht besichtigen.

„Mika“ kann zum Preis von 30 Euro gekauft werden. Das Programm ist auch per E-Mail erhältlich. Jährlich wird eine neue Version mit aktuellen Datensätzen angeboten. Die Anwendung ist einfach: Neben Lage (Gemarkung), Wohnfläche und Baujahr des Hauses werden der Bodenrichtwert sowie die Ausstattung angegeben. Automatisch nennt „Mika“ dann die durchschnittliche Nettokaltmiete. „Das gab’s bisher noch nicht. Das ist ein Quantensprung“, sagt Mause. Konzipiert wurde der Mietwertkalkulator von der Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse des Amtes für Bodenmanagement in Homberg.

Eine Beispielrechnung: Der Quadratmeterpreis für eine Wohnung – 80 Quadratmeter, Baujahr 1990 und mittlere Ausstattung – liegt in der Stadt Wolfhagen bei 4,15 Euro, in Zierenberg ebenfalls bei 4,15 Euro und in Naumburg bei 4 Euro. In Breuna kostet die durchschnittliche Nettokaltmiete 3,95 pro Quadratmeter. Im Bad Emstaler Ortsteil Sand sind es 4,35 Euro.

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Von Nina Skrzyszowski

Quelle: HNA

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