Seit 2011

1,6 Millionen Euro in die Kreisklinik Wolfhagen investiert

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Erste Gäste im neuen Säuglingszimmer in der Kreisklinik: Schwester Lidia Winkinstern (links) und Mutter Liliya Lianzberh mit Elias.

Wolfhagen. Bis vor zwei Jahren fühlte man sich in der Wolfhager Kreisklinik in die 60-er Jahre zurück versetzt. Größere Sanierungsmaßnahmen gab es nicht.

„Die letzte Investitionsmaßnahme fand im Jahr 1989 statt“, sagt der Geschäftsführer der Kreisklinik Bernd Tilenius. Ausgebremst wurden Modernisierungsbestrebungen durch einen Antrag der Gesundheit Nordhessen Holding für einen Klinikneubau in Wolfhagen, der seitdem beim Land Hessen liegt. „Wir haben uns jedoch entschieden, das Zuwarten aufzugeben und aktiv zu werden“, so Tilenius.

Allen Gerüchten um ein nahendes Ende der Klinik zum Trotz habe man seit 2011 bis heute rund 1,6 Millionen in die Kreisklinik investiert, um deren Zukunft sicherzustellen. Auch vom Land Hessen gebe es für Wolfhagen ein klares Bekenntnis zum unabdingbaren Notfallstandort.

Aktuell sei der Umzug der Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie in den ersten Stock abgeschlossen. Hier sind nun außerdem Chirurgie, Urologie und HNO-Abteilung untergebracht. Im ersten Stockwerk wurden alle Zimmer renoviert und mit einer zeitgemäßen Rufanlage ausgestattet. Neu hergerichtet sind Säuglings- und Stillzimmer sowie ein Aufenthaltsraum für die Wöchnerinnen mit Buffet.

Überall im Haus riecht es nach Farbe: „Wir frischen derzeit Flure und Zimmer mit einem neuen Anstrich auf, erklärt Tilenius. Angeschafft habe man kürzlich eine Spülmaschine für rund 50.000 Euro und neue Röntgentechnik für rund 400. 000 Euro. Nächstes Projekt ist die Energietechnik. „Wir wollen mit einem Blockheizkraftwerk die Energiekosten reduzieren“, sagt der Geschäftsführer.

Im Bereich der Ärzteversorgung sei man in der Wolfhager Kreisklinik gut aufgestellt. Optimistisch ist Bernd Tilenius auch, was die Besetzung der Leitungsstelle in der Chirurgie angeht. Es gebe weitere Gespräche mit Bewerbern.

Quelle: HNA

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