Arbeiten an 40 Baustellen – Preise für Baustoffe explodiert

50 Millionen Euro für Schulen im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Fast 50 Millionen Euro werden in die Sanierung und in den Neubau von Schulen im Schwalm-Eder-Kreis gesteckt. 40 Millionen Euro kommen aus dem Konjunkturprogramm von Bund und Land und weitere neun Millionen Euro investiert der Landkreis 2011.

„An den 40 Baustellen wird mit Hochdruck gearbeitet“, sagt Gerd Breul von der Hochbauverwaltung des Landkreises. Das größte Projekt ist der Neubau des naturwissenschaftlichen Traktes am Schwalmgymnasium in Treysa. Dieser war bei einem Brand im Februar vollständig zerstört worden. 3,5 Millionen Euro gibt der Landkreis als Schulträger dafür aus. Die Schüler und Lehrer müssen aber noch bis zum Schuljahr 2012/2013 warten, bis sie in die neuen Räume ziehen können.

Seit Mitte des vergangenen Jahres gebe es aber zunehmend Schwierigkeiten, die Arbeiten abzuschließen, sagt Breul. Die Preise für Baustoffe seien explodiert und vereinzelt habe es keine Angebote auf die Ausschreibungen gegeben. Das Konjunkturprogramm zeige Wirkung, der Markt sei überflutet. Bis zum Jahresende müssten die Projekte, die aus dem Konjunkturprogramm finanziert werden, aber abgeschlossen sein. „Wir hoffen, dass wir die Sanierungen im vorgegebenen Zeitlimit abschließen können“, sagt Breul.

Ein Zeitlimit gibt es nicht bei den Arbeiten, die der Landkreis selbst bezahlt. Dazu gehört der Neubau der Mensa in Neukirchen. Kostenpunkt: zwei Millionen Euro. Dieser solle aber bis zum Jahresende fertig sein, sagt Breul.

Eine Million Euro kostet die dreigeschossige Aufstockung der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen. Sechs neue Klassenzimmer entstehen dort. Bis zum Sommer 2012 müssen die Schüler der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Homberg auf ihr neues Eingangsgebäude warten. Kosten für den Landkreis: 850.000 Euro.

Quelle: HNA

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