Historisches Spielzeug im Heimatmuseum

Miniaturen für die Kinder

Raritäten aus mehreren Jahrzehnten: Eleonore Richhardt (Bild rechts oben, links) und Lotte Lindbach haben eine Ausstellung zum Thema historisches Spielzeug konzipiert. Im Dezember ist die Sammlung im Heimatmuseum Neukirchen zu sehen. Fotos:  Rose

Neukirchen. Eleonore Richhardt und Lotte Lindbach haben im Heimatmuseum Neukirchen derzeit ihren Spaß: Und das ist auch kein Wunder, denn die beiden älteren Damen dürfen nochmal Kind sein. Zusammen haben sie eine Ausstellung mit historischem Spielzeug konzipiert, aktuell sind sie mit dem Aufbau beschäftigt. Ab Sonntag sind die Raritäten dann in den Vitrinen zu bewundern.

„Vieles kommt aus meiner Familie, einige Spielzeuge wurden dem Museum aber auch aus Nachlässen geschenkt“, erklärt Lindbach. Die ältesten Teile stammen aus den 1930er-Jahren, neueres Spielzeug bis etwa aus den 1970er-Jahren. „Es ist einfach schön zu sehen, dass damals vieles selbst gemacht wurde“, sagt Richhardt. Die Damen haben die Spielsachen liebevoll arrangiert: Etwa die Puppenstuben-Einrichtung aus dem Nachlass der Familie Volze. Die niedlichen Möbelstücke sind detailgetreu nachgearbeitet und zum Teil mit Drechselarbeiten verziert. Eine Rarität ist auch ein alter Herd. „Auf dem wurde noch mit Spiritus gekocht“, erklärt Lotte Lindbach. In der Sammlung finden sich weiterhin aufwendige Handpuppen sowie handgefertigte Zopfpüppchen.

Seit vielen Jahren wird im Erzgebirge Spielzeug hergestellt. Dazu gehören Reifentiere und täuschend echte Darstellungen aus Holz. Diese feinen Handarbeiten bereichern die Ausstellung. Eine weitere Vitrine lenkt das Augenmerk auf alte Brett- und Kartenspiele. Daneben zieren Faltarbeiten aus Papier die Sammlung. Aus den 1960er-Jahren stammen die ersten Pixi-Bücher, die zu bestaunen sind.

Gern erinnert sich Lotte Lindbach an die Zeit der Spielzeugeisenbahn zurück: „Die fuhr noch nicht elektrisch, sondern musste mit einem Schlüssel aufgezogen werden, um ihre Runden zu drehen.“ Da habe die ganze Familie im Winter bei Plätzchen und Tee um den Tisch gesessen und habe der Bahn beim Fahren zugesehen. Eine weitere Weitere Besonderheit sei ein historischer Lastwagen aus Holz, der in den Kriegsjahren angefertigt worden sei. (zsr)

Quelle: HNA

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