Kreuzung Ziegenhainer-Straße/Kasseler Straße - erfolgreicher Start

An der Drehscheibe: Der Minikreisel-Test in Homberg läuft

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Homberg. Reibungslos verlief der erste Minikreisel-Tag in Homberg. Das zumindest ist die erste Bilanz von Dirk Daniel, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Schwalm-Eder.

Er hat das Verhalten von Autofahrern, Fußgängern und Co. am Mittwoch zu unterschiedlichen Zeiten beobachtet und zeigt sich zufrieden. „Von der ersten Minute an lief alles relativ gut“, sagt er. Die Verkehrsteilnehmer müssten sich zwar erstmal neu orientieren, doch habe es keine Probleme gegeben.

Aktualisiert um 18.21 Uhr.

Allerdings sei das nur die Bilanz des ersten Tages, sagt er. Denn grundsätzlich hat Daniel Zweifel daran, dass der Minikreisel die richtige Lösung für die Drehscheibe ist. Grund dafür: In Homberg sei es eine andere Verkehrssituation als in anderen Städten. „Drei Schulen gibt es in unmittelbarer Nähe und der Schulweg von mehreren hundert Schülern bündelt sich an dieser Stelle. Dort werden sie die Straße queren“, erklärt er. Daher seien die ersten drei Wochen des insgesamt sechswöchigen Tests eher eine Eingewöhnungszeit. Der richtige Stresstest laufe dann ab dem ersten Schultag. „Dann könnte es anders aussehen und es könnte sich zeigen, dass der Minikreisel nicht geeignet ist“, sagt Daniel. Doch um das herauszufinden, sei der Test ja auch gedacht.

Grundsätzlich sei die Drehscheibe in den vergangen Jahren kein Unfallschwerpunkt gewesen. Jetzt hofft der Verkehrsexperte, dass es auch dabei bleibt.

Zwei Vorteile des Kreisverkehrs kann er aber schon jetzt ausmachen: die Fahrzeuge seien deutlich langsamer unterwegs als bei der Ampel-Grünphase und für die Fußgänger sei es ein Vorteil, dass sie nicht mehr so lange warten müssen, um die Straße überqueren zu können. Vor allem das geringere Tempo könne künftig dafür sorgen, dass wenn es zu einem Unfall kommt, der Schaden deutlich geringer ausfalle.

Die Polizei werde während der Testzeit die Situation im Auge behalten, sie anschließend bewerten und die Stadt bei ihrer Entscheidung unterstützen.

Der Verkehr an der Kreuzung Ziegenhainer-Straße/Kasseler Straße wurde am Dienstagabend freigegeben, sagt Dirk Daniel von der Homberger Polizeistation. Es habe am ersten Tag keine Probleme gegeben, so Daniel. Doch komme der Stresstest noch - wenn die Schule wieder startet.

Den Start in den Ferien hatte man gewählt, um die Verkehrsteilnehmer in einer ruhigeren Zeit an die Situation zu gewöhnen. „Es wird nicht ab dem ersten Tag alles funktionieren“, so Bürgermeister Nico Ritz. Da der Test mehrere Wochen laufe, steige auch das Verkehrsaufkommen dann wieder an. Die Ampeln sollen in dieser Zeit abgedeckt, aber betriebsbereit sein. „Damit wir im Notfall schnell reagieren können“, so Nils Arndt vom Bauamt.

Das sagt der Bürgermeister

Die Erprobungsphase sei gut angelaufen und der Verkehr gut im Fluss, doch sei es noch zu früh für ein Fazit, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Er habe aber den Eindruck, dass es richtig war, in den Sommerferien mit dem Test anzufangen. Nach seinen Beobachtungen näherten sich die Verkehrsteilnehmer mit Vorsicht und es gehe rücksichtsvoll zu. „Der echte Härtetest kommt aber noch“, sagt Ritz. Nach den Schulferien seien mehr Verkehrsteilnehmer unterwegs. Die Stadt beobachte den Verkehr an der Drehscheibe und nehme zudem Verkehrszählungen vor

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Quelle: HNA

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