Ministerin mit der Einsatzfähigkeit der Kampfhubschrauber zufrieden

Von der Leyen: 40 Millionen Euro für Bundeswehrstandort in Fritzlar

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Ursula von der Leyen besucht das Kampfhubschrauberregiment 36

Fritzlar. Gute Nachricht für den Bundeswehr in Fritzlar. „Der Standort hat ganz klar eine Zukunft, und deshalb werden wir in den nächsten Jahren 40 Millionen Euro investieren“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Dienstagmorgen bei einem Besuch in der Georg-Friedrich-Kaserne.

Dort informierte sich die Ministerin während ihrer Sommertour über die Besonderheiten des Kampfhubschrauberregiments 36, speziell über das Hauptwaffensystem, den Kampfhubschrauber Tiger. Vor zwei Jahren war bekannt geworden, dass die Fluggeräte in schlechtem Zustand waren: Nur etwa ein Drittel der Kampfhubschrauber stand zur Verfügung. Man habe erhebliche Probleme mit der Einsatzbereitschaft gehabt, doch sei die Talsohle nun durchschritten. Und noch eine gute Nachricht verkündete von der Leyen: „Die Hälfte der Strecke ist geschafft, jeder zweite Tiger fliegt wieder.“ Von 27 Hubschraubern sollen mittlerweile zwölf einsatzbereit sein – im Jahr davor waren es nur 21 Prozent. Ob es zu einer neuen Mission – im Krisenstaat Mali – komme, sei noch nicht entschieden.

Zuletzt aktualisiert um 14.50 Uhr. 

Entschieden fiel dafür ihr Lob für den Standort Fritzlar aus: Piloten, Techniker und Prüfer hätten mit ihrem Wissen gezeigt, wo es gehakt habe. Das gehe hin bis zu den Ersatzteilen, die zwei Jahre im Voraus bestellt werden mussten. Das und mehr sei deutlich verbessert worden. „Ein dickes Kompliment. Sie haben aufgezeigt, wo die Rädchen nicht ineinandergriffen. Wir sind weiter auf Hinweise angewiesen“, so die Ministerin. „Jetzt schnurrt der Ablauf besser, es sind deutlich mehr Tiger in der Luft.“ Gutes Material sei wichtig, genauso wie gutes Personal. Ab September gibt es in Fritzlar 13 neue Posten für Techniker. Sie seien dringend notwendig. „Es sind die Spezialisten am Hubschrauber, die dafür sorgen, dass er schnell wieder in der Luft ist.“

Ursula von der Leyen besucht Standort der Bundeswehr in Fritzlar

In Kürze

Dem geplante Treffen der Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, steht Ursula von der Leyen gelassen gegenüber: „Es ist immer gut, wenn man Gespräche führt“, sagte sie in Fritzlar. Sie sei sich aber sicher, dass die Türkei im Zweifelsfall wisse, wer ihre Verbündeten sind und wie wichtig diese Verbündeten sind. Und: „Ich habe aber keinen Zweifel daran, dass die Türkei weiß, auf welche Seite sie gehört“, so von der Leyen.

Die Bundeswehr soll auf einen Einsatz im Terrorfall vorbereitet sein, das bekräftigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch bei den Heeresfliegern in Fritzlar. Im Herbst soll dafür geübt werden, sagte sie.

„Wir sprechen von einer außergewöhnlichen Terrorsituation. Seit Brüssel und Paris haben wir eine Vorstellung davon, was passieren kann“, so die Ministerin. Es sei wichtig, dass die Polizei hervorragend ausgestattet ist. „Es wäre aber absurd, wenn die Polizei an ihre Grenzen gerät und dann nicht die Bundeswehr ruft“, so von der Leyen. Das könne zum Beispiel bei einem Anschlag so sein, der sich über mehrere Städte verteilt. „Dann ist es für uns eine Pflicht, vorbereitet zu sein. Und das heißt, dieses Szenario auch zu üben.“ Denn wenn es zum Extremfall komme, müsse das Zusammenspiel auch funktionieren.

Quelle: HNA

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