Minus geschrumpft: Schrecksbacher Bürgermeister brachte erneut Haushalt ein

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Nur geflickt: Die Sanierung der Straße von Trockenbach zum Schönberg wurde zunächst zurückgestellt. Löcher wurden nur gestopft. Das ist eine Stelle, an der die Gemeinde sparen will.

Schrecksbach. Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Andreas Schultheis mit dem neuen Haushaltsplan der Gemeinde für das laufende Jahr: "Wir haben erheblich auf die Bremse gedrückt." Der Schrecksbacher Haushalt schreibt zwar weiterhin rote Zahlen, doch ist das Minus ist geschrumpft.

Von 346.000 Euro des ursprünglichen Plans ging der Betrag auf 60.000 Euro zurück. Schultheis brachte das Zahlenwerk im Dorfgemeinschaftshaus Holzburg zum zweiten Mal ein, die Gemeindevertretung hatte die ursprüngliche Version zur Überarbeitung zurückgegeben (wir berichteten).

Für dieses Ergebnis wurden Ausgaben gestrichen und Einnahmen erhöht. Schrecksbach will 4,84 Millionen Euro einnehmen und 4,9 Mio. Euro ausgeben. Zudem will die Gemeinde Kredite in Höhe von 245.000 Euro aufnehmen, während zuvor kein Darlehen geplant war. Der Gemeindevorstand hatte sich bei einer Firma Rat geholt, um den Haushaltsplan neu aufzustellen.

So steigt die Grundsteuer von 340 auf 450 Prozent. 304.000 Euro fließen so in die Gemeindekasse. Auch die Kindergartengebühr (zusätzlich 30.000 Euro) sowie die Gewerbe- und Hundesteuer wurden erhöht. Durch die Gewerbesteuer nimmt Schrecksbach 420.000 Euro ein, das sind 5000 mehr als im Vorjahr. Bürgermeister Schultheis beklagte, dass die Kreis- und Schulumlage die Höhe der Schlüsselzuweisungen übersteigt. Gestrichen wurden Ausgaben wie die Erneuerung der Grünflächen im Kernort (5000 Euro), Grabenaushub in der Gemeinde (5000 Euro) und die Sanierung der Straße von Trockenbach in Richtung zum Schönberg. Für einen Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Holzburg sind zunächst 3000 Euro für die Planung eingeplant, weitere Kosten werden später angegeben.

Die Gemeinde will nur in Pflichtaufgaben investieren. Dazu zählt die Kanalsanierung (179.000 Euro), der Bau der Gehwege in der Berliner Straße für 13.000 Euro sowie die Photovoltaikanlage auf Dach und Gelände der Kläranlage in Röllshausen für 123.000 Euro. Die Idee ist, dass die Gemeinde so zukünftig spart, indem etwa die Photovoltaikanlage Strom für die Kläranlage erzeugt. Zukünftig wird, wenn 80 Prozent der geplanten Kosten ausgegeben sind, der Vorstand informiert. Alles was über die Planungen hinausgeht, muss die Gemeindevertretung extra beschließen. "Wir haben ein gutes Ergebnis erreicht", sagte Schultheis weiter. Der Bürgermeister vertrat die Ansicht, dass der Haushalt das Ergebnis einer konsequenten Sparhaltung der vergangenen zwei Jahre sei.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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