Nach Blitzeinschlag: Sirene an der Liemecke spielte verrückt

Wolfhagen. Das war nichts für Leute mit schwachen Nerven: Am Freitagabend begann die Sirene auf dem Gebäude der früheren Wolfhager Berufschule an der Liemecke zu heulen. Der Dauerton hielt nach Auskunft einer Sprecherin der Wolfhager Polizeistation ganze 45 Minuten an.

Dann setzten Wolfhager Feuerwehrleute dem ohrenbetäubendem Lärm ein Ende, sie schalteten den Strom ab. Dass es so lange dauerte, lag unter anderem daran, dass sich zunächst niemand für das Gerät, das – wie Stadtbrandinspektor Frank Brunst vermutet – nach einem Blitzeinschlag kurz vor 20 Uhr selbständig mit dem Krawall begann, zuständig fühlte.

Die Wolfhager Kernstadtfeuerwehr ist komplett mit Meldeempfängern ausgestattet, Alarmierungen laufen ausschließlich über die kleinen Empfänger. Die Sirenen, an die sechs dürfte es im Kernstadtgebiet noch geben, werden laut Brunst allenfalls noch für die Pfingstübung benötigt.

Die Feuerwehr hat sich dann irgendwann unaufgefordert der Sache angenommen. „Wir sind mit acht oder neun Leuten hingefahren und haben uns dort pro forma alarmieren lassen, damit wir reindurften.“ Die Tür mussten sie aber nicht aufbrechen. Wie sich – wieder mit einiger Verzögerung herausstellte – hat eine Nachbarin einen Schlüssel für das Gebäude.

Als man den Schlüssel dann endlich bekommen hatte, ging es ganz schnell. Brunst: „Wir haben den Hauptschalter an der Sirene umgelegt, dann war Ruhe.“ Feierabend war dann noch lange nicht. Über die Meldeempfänger wurden die Wolfhager Feuerwehrleute zum Löscheinsatz nach Zierenberg gerufen. (nom)

Quelle: HNA

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