Region Kassel-Land: Ersten Kommunen geht das Geld aus

17 Mio. Euro flossen in ländliche Entwicklung

Wolfhager Land. Fast 17 Millionen Euro sind in den vergangenen sechs Jahren in die ländliche Regionalentwicklung im Landkreis Kassel geflossen. Existenzen wurden gegründet, Betriebe erweitert, Wanderwege geschaffen und auf Biomasse gesetzt. Unterm Strich waren es mehr als 120 große und kleine Projekte, die die EU mit 3,5 Millionen Euro angeschoben hat.

Ute Rabant, Regionalmanagerin beim Verein Region Kassel-Land, zog jetzt Bilanz. „Auf jeden Euro Förderung kamen mehr als die vierfache Investitionssumme.“ Geld, das in den beiden Förderregionen „KulturLandschaft HessenSpitze“ (Altkreise Wolfhagen und Hofgeismar) und „Casseler Bergland“ (Süden des Landkreises Kassel sowie Gudensberg, Niedenstein und Edermünde) geblieben sei. Im Herbst laufen die EU-Programme aus.

Für die Periode von 2014 bis 2020 werde sich die Region im Frühjahr erneut bewerben. Rabant geht allerdings davon aus, dass die Europäische Union weniger Mittel zur Verfügung stellen wird. Im Gespräch sei, die hessenweit aktuell 25 Förderregionen auf 20 zu reduzieren. Hessens Europastaatssekretärin Dr. Szusza Breier, die sich jetzt die beiden Leuchtturmprojekte im Wolfhager Land – den Habichtswaldsteig und die Weidelburg – anschaute, kam auch, um Bedenken zu zerstreuen. Viele der Vorhaben seien Netzwerk-Projekte, an denen zahlreiche Beteiligte mitwirkten. Wem es gelinge, eine starke Initiative hinter seiner Idee zu vereinen, könne auch künftig mit finanzieller Unterstützung rechnen.

Gefahren sieht Ute Rabant noch an anderer Stelle: Immer mehr Kommunen im Kreis Kassel gehe das Geld aus. Sie streichen freiwillige Ausgaben und kündigen Vereinsmitgliedschaften. Wer jedoch die Region Kassel-Land verlasse, verzichte damit auch auf die EU-Förderung. Das gelte nicht nur für öffentliche, sondern auch für private Initiativen. 

Quelle: HNA

Kommentare