4,6 Mio. Euro für neuen Rewe-Markt in Neukirchen

Neukirchen. Nicht immer ist sich das Neukirchener Parlament so einig wie in dieser Sache: Einstimmig sprachen sich die Stadtverordneten für den Bau eines neuen, wesentlich größeren Rewe-Marktes an alter Stelle aus.

Für 4,6 Mio. Euro baut die Kurhessen Gewerbebau kommendes Frühjahr den 2500 Quadratmeter großen Markt auf der Fläche neben dem Rathaus, wo im Juni der alte Markt in Flammen aufgegangen war. Im September 2011 soll der Lebensmittelmarkt eröffnen. Jetzt soll es schnell gehen: „Wir wollen die Planungen rasch vorantreiben, damit wir bald größer, schöner und mit mehr Sortiment einkaufen können“, sagte Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich (CDU) am Donnerstag in Richtung der Stadtverordneten. Die Angesprochenen sahen dies genauso und stimmten der geplanten Bebauung zu, die in ihrer Dimension den alten Rewe-Markt deutlich übersteigt.

Auf einer Gesamtfläche von 8500 Quadratmetern entstehen neben dem Markt, der auch zukünftig von Alfons Knapp betrieben wird, 110 neue Parkplätze. Das Areal, wie es die Neukirchener heute kennen, wird sich nach Abschluss der Arbeiten komplett verändert haben.

Um den Markt vergrößern zu können, einigte sich der Investor mit den Bewohnern zweier Privathäuser, die bislang auf der Baufläche stehen. „Diese werden wir abreißen, sobald die Familien etwas Neues gefunden haben“, sagte Eberhard Unger, Geschäftsführer der Kurhessen Gewerbebau. Auch die Stadt verkauft einen Teil ihrer derzeitigen Parkplatzflächen an den Investor. Wegen des Grundstückserwerbs hatten sich die Planungen verzögert. Auch wenn sich das Parlament bei dem Vorhaben grundsätzlich einig ist, gibt es vereinzelt Bedenken, dass zukünftig zu wenige Parkplätze für Langzeitparker zur Verfügung stehen könnten. Bernd Grossmann (SPD) merkte an, dass es insbesondere für Langzeitparker schwierig werde, einen Stellplatz zu finden. Die Parkplatzfrage sei ohnehin noch nicht endgültig abgeschlossen, erwiderte Bürgermeister Olbrich. Er wies darauf hin, dass es bei der Planung der Parkplätze noch kleinere Nachbesserungen geben könnte.

Mit der Entscheidung für den Rewe-Markt hat sich die Stadt verpflichtet, keinen weiteren großen Lebensmittelmarkt mehr zu genehmigen. Auch zu diesem Ausschluss wurde leise Kritik aus der SPD laut. Bürgermeister Olbrich ließ diese aber nicht gelten: Es gebe noch genug genehmigte Flächen für Lebensmittelmärkte, die ungenutzt sind. Bis beim Neubau die Türen für die Kunden geöffnet werden, betreibt Alfons Klapp seinen provisorischen Markt in der Birkenallee.

Von Bastian Ludwig

Quelle: HNA

Kommentare