Auszubildender gesteht 45 Vorfälle

Missbrauch: Haft für 19-Jährigen

Schwalm-Eder. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in 45 Fällen verurteilte das Landgericht Marburg am Mittwoch einen 19-jährigen Auszubildenden aus dem Schwalm-Eder-Kreis zu einer Jugendstrafe von drei Jahren.

Außerdem ordnete es seine unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Das teilte das Gericht mit.

Der zu den Tatzeiten zwischen 16 und 18 Jahre alte Angeklagte war geständig, fast zwei Jahre lang einen Jungen und ein Mädchen, die mit ihm verwandt waren und mit denen er schon von ihrer Geburt an vielfältigen Umgang hatte, in zahlreichen Fällen missbraucht zu haben. Trotz des langen Zeitraumes waren die Taten niemandem aufgefallen, bis sich schließlich ein Kind seiner Mutter anvertraute. Da der Anklagte ein Geständnis abgelegt hatte, mussten in der Hauptverhandlung weder die Kinder noch andere Zeugen gehört werden.

Die Unterbringung in der Psychiatrie wurde angeordnet, weil ein Sachverständiger eine krankhafte seelische Störung in der Form einer organischen Persönlichkeitsstörung festgestellt hatte, die vermutlich von erheblichen Hirnschäden bei der Geburt herrühre. Aufgrund dieser Störung seien bei passenden Gelegenheiten weitere ähnliche Taten zu erwarten. Dem könne nur durch die Unterbringung entgegen gewirkt werden. (syg)

Quelle: HNA

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