Mobilfunkanlage auf dem Hasunger Berg: Denkmalschutz signalisiert Ablehnung

Geplanter Standort: Am Wasserhäuschen (rechts) möchte E-Plus einen 25 Meter hohen Mobilfunkmast errichten. Beim Bau des Häuschens Anfang der 1970er-Jahre stieß man auf Gebeine des alten Klosterfriedhofs. Foto:  Norbert Müller

Burghasungen. Rückschlag für den Mobilfunk-Anbieter E-Plus, der auf dem Hasunger Berg einen 25 Meter hohen Sendemasten errichten möchte: Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Kassel teilte mit, dass die für die Errichtung eines Mobilfunkmastes erforderliche Zustimmung nicht in Aussicht gestellt werden könne.

Die Behörde hatte darauf hingewiesen, dass der Hasunger Berg, im Mittelalter bedeutender Klosterstandort mit dem Grab des Heiligen Heimerad, ein schutzwürdiges Kulturdenkmal sei. Nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz ist eine Genehmigung erforderlich, wenn ein Kulturdenkmal umgestaltet oder in dessen Umgebung Anlagen errichtet oder verändert werden sollen.

Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn bestätigte auf HNA-Anfrage die Stellungnahme der Denkmalschützer. Kommentar des Bürgermeisters: „Das wird Konsequenzen haben für einen möglichen Mast.“ Der Verwaltungschef wies auch darauf hin, dass der Magistrat noch nicht abschließend beraten habe. Er, Denn, werde am heutigen Mittwoch ein Gespräch mit E-Plus führen. Dabei wird die Thematik im Mittelpunkt stehen. „Dann wissen wir, wohin es geht in Sachen Mast.“ Seitens der Stadt sei man nicht untätig gewesen, habe sich Gedanken gemacht über Alternativstandorte und habe auch einen Favoriten, über den er mit E-Plus sprechen werde.

Bürgermeister Denn hatte zusammen mit Bauamtsleiter Christian Fischer während einer Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung und des Museumsvereins Kloster Hasungen in der vergangenen Woche über den aktuellen Stand des Verfahrens informiert.

Dabei hatten die Vertreter der Stadt darauf hingewiesen, dass es E-Plus darum gehe, mit einem neuen Funkmast den Mobilfunk für die Autofahrer auf der A 44 zu verbessern.

Laut Josef Sprenger, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung, hatte man während der Sitzung noch einmal auf die kulturhistorische Bedeutung des Berges hingewiesen und auch über Themen wie die Strahlenbelastung für Dorfbewohner und Grenzwerte gesprochen.

Unterstützt werden die Gegner eines Masts auf dem Berg von der Kirchengemeinde. Laut Christa Schäfer vom Kirchenvorstand habe sich das Gremium in einem Beschluss einstimmig gegen einen Mobilfunkmast auf und am Hasunger Berg ausgesprochen.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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