Elektroauto im städtischen Testeinsatz – Kleinwagen bietet Platz für vier Personen

Mobilität aus der Steckdose

Schlüsselübergabe: Die Stadt Felsberg testet ein Elektromobil. Bei der Schlüsselübergabe waren von links Heinrich Kern, Volker Steinmetz und Eon-Mitarbeiter Lars Albers dabei. Foto: privat/nh

Felsberg. Die E-Mobilität nimmt im Schwalm-Eder-Kreis Fahrt auf: Um die Alltagstauglichkeit eines E-Autos zu prüfen, testet Felsberg für zwei Wochen ein Elektroauto von Eon Mitte AG.

„Neben der privaten Nutzung wird auch der kommunale Einsatz von Elektroautos immer mehr an Bedeutung gewinnen. Daher ist diese Testphase für uns sehr interessant“, sagte Bürgermeister Volker Steinmetz bei der Schlüsselübergabe.

Sinnvoll bei Kurzstrecken

Speziell auf Kurzstrecken ist das E-Auto eine sinnvolle Alternative zu Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren – und damit ideal für den Einsatz im kommunalen Gebiet ausgelegt. Die Reichweite von 120 Kilometern sollte dafür ausreichend sein, erklärte Lars Albers vom Energieversorger. Zum Aufladen reiche eine normale Steckdose.

Der kompakte Kleinwagen ist innen erstaunlich geräumig und bietet vier Personen ausreichend Platz. Der relativ geringen Reichweite stehen die Vorteile niedriger Betriebskosten, geringer Lärmemissionen und der Klima- und Ressourcenschonung gegenüber. Wenn das Fahrzeug nur mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen wird, kann es praktisch CO2-neutral gefahren werden.

Derzeit hat Eon-Mitte, teilweise in Kooperationen mit Kommunen, mehr als ein Dutzend Ladesäulen im Netzgebiet in Betrieb. Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es Elektrotankstellen in Melsungen und Borken. Im Schwälmer Land ist darüber hinaus mit Partnern die Aufstellung weiterer neunzehn Rotkäppchen-E-Ladesäulen an touristisch markanten Punkten angelaufen. Die ersten Ladepunkte in Willingshausen und Gilserberg sind schon aufgestellt und betriebsbereit.

Nur kurze Reichweite

Die E-Autos von Eon-Mitte sind seit Mitte 2011 an verschiedenen Standorten im Netzgebiet des regionalen Energieversorgers im Einsatz und ersetzen auf kürzeren Strecken von bis zu 120 Kilometern herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus dem eigenen Fuhrpark. Mit dem Opel Ampera ist Anfang dieses Jahres ein weiteres E-Auto zur bestehenden Flotte hinzugekommen. (red)

Quelle: HNA

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