Bei Möbel Dickhaut soll es weitergehen - Schaumann kauft Unternehmen

Homberg. Die Daumen zeigen nach oben: In Homberg wird es voraussichtlich weiterhin ein Möbelhaus geben. Die Gläubigerversammlung des insolventen Unternehmens Möbel-Dickhaut entschied sich Dienstag für ein Angebot der Kasseler Möbelhaus-Gruppe Schaumann.

Das teilte Insolvenzverwalter Dr. Hans-Jörg Laudenbach am Dienstagnachmittag auf Nachfrage der HNA mit.

Einstimmig seien die Vertreter der Gläubiger – in erster Linie eines örtlichen Kreditinstituts und der Arbeitsagentur – für die Annahme der Schaumann-Offerte gewesen, sagte Laudenbach. Zwei Unternehmen der Gruppe hätten den Warenbestand und die Aufträge gekauft, eine weitere Gesellschaft das Grundstück und das Gebäude. „Damit ist jetzt alles in einer Hand“, sagte der Insolvenzverwalter.

Die Übergabe des Unternehmens soll bereits nächste Woche am 1. November erfolgen. „Es muss dringend weitergehen“, drängte Laudenbach, auch im Interesse der Mitarbeiter, für die es jetzt bessere Chancen gebe, wieder einen Arbeitsplatz in einem Homberger Möbelgeschäft zu erhalten.

Ein neues Haus wird vielleicht sogar den alten Namen „Möbel Dickhaut“ behalten, denn der Käufer hat diese Bezeichnung ebenfalls mit gekauft. Er sei froh, dass alles so ausgegangen sei, betonte Laudenbach.

Ausschlaggebend für den Beschluss der Gläubiger zugunsten des Schaumann-Angebots sei gewesen, dass damit Homberg der Standort eines Möbelhauses bleiben werde. Es habe alternative Angebote gegeben, die dieses Ziel aber nicht unbedingt verfolgt hätten.

Zufrieden ist der Insolvenzverwalter auch damit, dass die Lieferantenforderungen von über 400 000 Euro in vollem Umfang bezahlt werden konnte. Das sei dem Engagement der verbliebenen Mitarbeiter zu verdanken, die „toll mitgezogen“ hätten.

Quelle: HNA

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