Gläubigerversammlung entscheidet demnächst über Schließung

Dickhaut-Möbel steht nun doch vor dem Aus

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Steht vor dem Aus: Dickhaut-Möbel in Homberg.

Homberg. Überraschende Wende im Insolvenzverfahren Dickhaut-Möbel: Das Homberger Einrichtungshaus steht nun doch vor dem Aus. Das teilt Insolvenzverwalter Dr. Hans-Jörg Laudenbach in einer Pressemitteilung mit.

Der Geschäftsbetrieb der Martin Dickhaut & Sohn GmbH habe sich nicht in dem Maße entwickelt, wie es für eine dauerhafte Fortführung des Betriebes erforderlich gewesen wäre, schreibt der Gießener Rechtsanwalt. Der Umsatz sei eher verhalten gewesen, die Lieferantenbedingungen hätten sich erheblich verschlechtert. Angesichts dieser negativen Entwicklung hätten die Bewerber, die sich für eine Übernahme des laufenden Geschäfts interessiert hatten, Abstand vom Kauf des Unternehmens genommen.

Nun soll die Gläubigerversammlung Ende August über die endgültige Betriebsschließung entscheiden. Voraussichtlich Anfang September könnte sich laut Dr. Laudenbach ein Räumungsverkauf anschließen. In der vergangenen Woche hatten die 34 Mitarbeiter von Dickhaut-Möbel ihre Kündigungen erhalten. Das sei im Interesse der Insolvenzgläubiger und der Abwicklung des Auftrags- und Warenbestandes unvermeidlich gewesen, heißt es im Schreiben.

Die bestehenden Aufträge werden ordnungsgemäß abgewickelt, wobei es im Einzelfall zu zeitlichen Verzögerungen bei der Auslieferung von Möbeln kommen könne. Um deren Zahl so gering wie möglich zu halten, habe man eine externe Möbelspedition mit ins Boot genommen.

Was mit dem Geschäftshaus in der Ziegenhainer Straße geschehen soll, steht noch nicht fest: Eventuell könnte es nach dem Räumungsverkauf wieder belebt werden, deutet Laudenbach an, zurzeit würden noch Verhandlungen geführt. Allerdings sei nicht abzusehen, ob das mit einer Neubeschäftigung von Mitarbeitern verbunden sei.

Quelle: HNA

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