Mörscher engagieren sich für Deutsche Herzstiftung

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Herzensangelegenheit: Walter Bernhardt, links, und sein Sohn Dieter kümmern sich seit Jahrzehnten um herzkranke Menschen und deren Angehörige und ernten sehr viel Dankbarkeit für ihren Einsatz.

Morschen/Rotenburg. Dass ein schwerer Herzinfarkt das Leben von Menschen grundlegend verändern kann, trifft auf einen besonders zu: Walter Bernhardt aus Morschen erlitt 1978 seinen ersten Infarkt, zehn Jahre später seinen zweiten.

Seither widmet sich der heute 81-Jährige den Menschen, die ebenfalls am Herzen erkrankt sind. Bernhardt ist ehrenamtlicher Berater der Deutschen Herzstiftung. Unterstützt wird er dabei von seinem 59-jährigen Sohn Dieter.

In Nordhessen, Südniedersachsen und - nach der Grenzöffnung - Westthüringen war er viele Jahre fast täglich unterwegs, organisierte Patientenseminare, informierte Patienten und deren Angehörige sowie Ärzte, Behörden und wurde für viele Betroffene dabei nicht nur zum Ratgeber, sondern zum Freund. Seine Frau Anneliese, mit der schon 60 Jahre verheiratet ist, klagte schon mal über die recht häufige Abwesenheit ihres Mannes.

Seit einem Jahr konzentriert sich Walter Bernhardt in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit dort, wo alles anfing: Im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ). In die damals neue Einrichtung hatte sich der frühere Bahnbeamte nach seinem ersten Infarkt zur Rehabilitation einweisen lassen.

Im Unruhestand

Dort lernte er Professor Dr. Frank Loskot kennen, der ihm nach dem zweiten Infarkt 1988 den Wechsel in den beruflichen Ruhestand nahelegte. Damit begann der ehrenamtliche Unruhestand: Walter Bernhardt rührt seither die Werbetrommel für die Deutsche Herzstiftung, kennt auch deren Schirmherrin Barbara Genscher persönlich.

Von Silke Schäfer-Marg

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Quelle: HNA

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