Musste Anwalt einschalten, um 1&1-Vertrag zu kündigen

Monatelang ohne Telefon

Die Leitung ist tot: Manfred Stapp hat seit Monaten keinen Telefon- und Internetanschluss mehr. Foto: Féaux de Lacroix

Felsberg. Wer Manfred Stapp erreichen will, hat es schwer. Denn seit Monaten hat der Felsberger weder Festnetztelefon- noch Internetanschluss. Der Telekommunikationsanbieter 1&1 hat ihm bis vor kurzem trotzdem noch Rechnungen geschickt.

Stapp musste einen Anwalt einschalten, um dem Ärger ein Ende zu machen. Telefonieren und im Internet surfen kann er aber immer noch nicht. Stapp wurde 2008 Kunde bei der 1&1 Internet AG mit Sitz in Montabaur. „Ich habe mich damals dafür entschieden, weil es günstig war“, räumt Stapp ein. Doch dann zeigte sich eine Kehrseite des billigen Angebots: Die Internetverbindung war ständig gestört. Schließlich hatte Stapp die Nase voll – er kündigte den Vertrag per Einschreiben, fristlos. Das war am 15. März dieses Jahres.

„Laut Vertrag kann man in so einem Fall außerordentlich kündigen“, erklärt Stapp. Doch 1&1 akzeptierte die vorzeitige Kündigung nicht, sondern teilte Stapp mit, sein Vertrag ende zum 15. Oktober 2013. So lange konnte und wollte Stapp jedoch nicht auf einen funktionierenden Telefon- und Internetanschluss warten.

Anrufe bei 1&1 waren erfolglos. „Da werden Sie von Pontius zu Pilatus verbunden, aber keiner ist zuständig“, schildert Stapp. Bis zu zehn Euro habe ihn ein Anruf bei 1&1 gekostet. Deshalb schaltete der Felsberger einen Anwalt ein, der im April erneut die Kündigung zustellte. Doch erst, nachdem die Kündigung im Mai ein weiteres Mal verschickt worden war, akzeptierte der Telefonanbieter Anfang Juni das sofortige Ende des Vertrags.

Erst jetzt konnte Stapp den Anbieter wechseln – denn 1&1 hatte die Rufnummer auf seinen Namen vorher noch blockiert. „Ohne eine Kündigungsbestätigung von 1&1 kann die Telekom keinen neuen Anschluss legen“, sagt Stapp. Noch immer wartet Stapp auf Telefon- und Internetanschluss, aber bald, so hofft er, ist die Sache ausgestanden.

Der Telefonanbieter 1&1 wollte sich der HNA gegenüber nicht zu dem Fall äußern – mit der Begründung, dass Manfred Stapp einen Rechtsbeistand eingeschaltet habe.

Quelle: HNA

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