Montag beginnt der große Ausbau in Treysa

So wird es aussehen: Das gelbliche Pflaster und die Metallmöblierung wie beim Aufgang zum Bahnhof werden verwendet.

Treysa. Der Startschuss für den Ausbau der Bahnhofstraße in Treysa. Möglichst bis zur Winterpause soll die Hauptgeschäftsstraße zwischen der Stadtsparkasse und der Kreuzung Wasserwerk neu erstrahlen.

Es werden Versorgungsleitungen (Wasser, Kanal, Gas) und Hausanschlüsse gelegt.

Die Optik der Straße wird ebenfalls runderneuert. Die an zwei Stellen verengte Fahrbahn wird asphaltiert, die Fußgängerstreifen links und rechts werden gelb-grau gepflastert, sodass die gesamte Straße niveaugleich und barrierefrei wird. Direkt vor den Geschäften finden sich sogenannte Traufstreifen aus feinerem grauen Pflaster.

Vier Bauabschnitte sind vorgesehen. In Abschnitt eins zwischen der Passage und dem Hexengässchen geht es diese Woche mit der Baustelleneinrichtung los, bis zum Ende der Sommerferien soll er fertig sein.

Wie Bauamtsleiter Alexander Inden jetzt in einer Anliegerversammlung erläuterte, wird jeder Bauabschnitt weitgehend abgeschlossen, bevor der nächste begonnen wird, damit die Erreichbarkeit der Gebäude und des Parkhauses entweder von oben oder von unten weitgehend gewährleistet bleibt.

Bahnhofstraße von oben: Diese ungarische Schülergruppe stellte sich für uns zum Gruppenbild auf dem bereits fertig gestellten Platz mit Lutz Leschs Bronze der Sieben Geißlein auf, von links Petra Racz, Judit Skalitzer, Melinda Nagg, Krisztina Nagg, Fanni Bodi und Lehrerin Maria Csillik. Sie sind zu Gast an den Beruflichen Schulen Ziegenhain. Fotos: Quehl

Der zweite Bauabschnitt liegt zwischen den Einmündungen Hexengässchen und Wagnergasse. Der dritte Abschnitt reicht von der Wagnergasse bis zum unteren Abschluss. Der vierte und letzte Abschnitt obere Bahnhofstraße (oberhalb Post bis über die Mainzer Brücke) kommt dann 2017 an die Reihe.

Das Stadtparlament hatte sich im Januar mit großer Mehrheit für den seit Langem vorgesehenen Ausbau ausgesprochen. Zu diesem Zeitpunkt war längst klar, dass das Thema Fußgängerzone vom Tisch war, denn formal bleibt die Bahnhofstraße noch mindestens 15 Jahre lang eine Landesstraße.

• Der Kompromiss mit Wiesbaden lautet, dass zwei Engstellen entstehen, eine kürzere zwischen der Bahnhofstreppenanlage und der Stadtsparkassenpassage, eine 45 Meter lange im unteren Teil (Bäckerei Jungclas bis zum derzeitigen Zebrastreifen). Begegnungsverkehr bleibt dort möglich.

• Auf dem Platz mit dem Märchen-Esel, ehemals VR-Bank, wird eine bereits rund zehn Meter hohe, rotblühende Kastanie gepflanzt, sie wird von einer hölzernen Rundbank umgeben.

• Bänke, Papierkörbe und Fahrradständer aus Metall werden die Straße säumen.

• Eine Reihe von kleinen und mittelgroßen Bäumen wird angepflanzt, allerdings nicht in der oberen Bahnhofstraße.

• Die Zahl der Pkw-Stellplätze auf beiden Seiten bleibt in etwa erhalten.

• Im Einmündungsbereich der Wagnergasse entsteht ein unterirdisches Regenüberlaufbecken.

• Um die Arbeiten möglichst zügig voranzubringen, wird jeder der vier Abschnitte nacheinander in Vollsperrung gebaut.

• Ein Baubüro wird in den ehemaligen Räumen Café Klingelhöfer eingerichtet. Es dient Anliegern als Anlaufpunkt für Fragen oder Probleme.

• Wieviel konkret die Stadt Schwalmstadt finanziell leisten muss, wurde nicht genannt. Die Nebenanlagen, also die Fußgängerbereiche, sind zur Förderung im Kommunalen Investitionsprogramm angemeldet, 200.000 Euro stehen noch aus Stadtsanierungsmitteln zur Verfügung.

• Schwerlastverkehr darf die mittlere und untere Bahnhofstraße nicht mehr befahren.

Quelle: HNA

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