Elisabeth und Heinrich Fröhlich feiern Diamantene Hochzeit

Mit dem Motorrad auf Verlobungsreise

Kennen sich ihr Leben lang: Elisabeth und Heinrich Fröhlich. Foto: Decker

Olberode. Am heutigen Himmelfahrtstag feiern Elisabeth und Heinrich Fröhlich aus Olberode ihre Diamantene Hochzeit. Mit einer Urlaubsfahrt begann auch ihr gemeinsames Leben.

Im Juni 1953 fuhren sie mit einem Freund und einer Freundin mit zwei Motorrädern für ein paar Tage nach Norderney. Im Gepäck hatten sie einen Stapel Postkarten, beide Paare verlobten sich und schickten den Daheimgebliebenen von der Insel die Überraschungsnachricht. Im Jahr 1954 heirateten sie.

Während Elisabeth Fröhlich heute noch ihren Trauring trägt, war Heinrichs Ring bereits nach 25 Jahren „durchgearbeitet“, wie er sagt. Zur Silberhochzeit schenkte ihm seine Frau einen neuen Ring, der bis heute gehalten hat. Elisabeth und Heinrich Fröhlich sind in Olberode aufgewachsen, sie wurden gemeinsam in die erste Klasse eingeschult und kennen sich wirklich schon ihr Leben lang. „Dass wir einmal ein Paar werden, das hatten wir bei der Einschulung aber noch nicht gedacht“, erzählt Heinrich Fröhlich. Doch im Laufe der Jugendjahre unternahmen sie immer mehr zu zweit, gingen gern zum Tanzen, und „so ergab sich das mit uns“, erinnert sich der gelernte Mauerer und Waldfacharbeiter mit einem Lächeln.

1956 erblickte ihr Sohn Lothar das Licht der Welt. Elisabeth Fröhlich, die eine Ausbildung in der Hauswirtschaft gemacht hatte, kümmerte sich um die damalige Großfamilie, bekochte und betreute ihre Großeltern und Eltern, die mit im Haus lebten. Und auch in der kleinen Nebenerwerbslandwirtschaft gab es immer etwas zu tun.

Heinrich Fröhlich begann 1956 in der Straßenmeisterei Oberaula zu arbeiten. „Wir haben viele schöne Betriebsausflüge mit den Ehefrauen unternehmen“, erzählt der 83-Jährige. „Wir lieben beide die Natur. Das Schönste für uns ist jetzt, gemeinsam mit unseren drei Enkeln und unseren drei Urenkeln im Wald spazieren zu gehen“, sagt der Rentner. „Und die Urenkel lieben es, mit meinem Mann auf dem Schlepper zu fahren“, berichtet die 84-Jährige. Wenn die Urenkel nicht da sind, sitzt Heinrich Fröhlich gern an seinem Computer und surft im Internet oder bearbeitet seine Fotos mit einer Bildbearbeitungssoftware. Seine Frau liest viel, näht gern und betrachtet häufig die vielen Fotos, die sich im Laufe der Jahrzehnte angesammelt haben.

Auf das Geheimnis ihrer langen Ehe angesprochen, sind sich beide einig: „Wir haben uns ein Versprechen gegeben, und der Glaube verbindet uns miteinander.“ Elisabeth Fröhlich erzählt noch: „Meine Großeltern und meine Eltern haben in diesem Haus Goldene Hochzeit gefeiert, das ist doch etwas wert.“

Am Wochenende wird die ganze Familie zu Besuch sein. Der Pfarrer wird in der Kirche eine Andacht für sie halten, danach wollen sie mit ihren Gästen Essen gehen. 

Von Christiane Decker

Quelle: HNA

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