Harleshäuser Kammerorchester begeisterte beim Pfingstkonzert in der Stadtkirche

Harleshäuser Kammerorchester begeisterte beim Pfingstkonzert

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Brillierte: Der Auftritt des Solisten Rüdiger Spuck war Höhepunkt des Konzerts.

Melsungen. Drei großartig interpretierte Werke standen bei dem  Pfingstkonzert des Harleshäuser Kammerorchesters in der Melsunger Stadtkirche auf dem Programm. Am Sonntagabend begeisterten die Musiker mit Kompositionen von Mozart, Saint-Saëns und Beethoven.

Mit schön ausgespielten Gesten bot das Orchester Musik auf höchstem Niveau. Bei der Sinfonia concertante in Es-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart wurde das Kammerorchester von Mitgliedern des Aquilo-Bläserquintetts aus Kassel unterstützt.

Christopher Hilmes an der Oboe, Marieke Hopmann an der Klarinette, Benedikt Carlberg mit dem Horn und Anne Ringborg am Fagott harmonierten wunderbar mit dem Kammerorchester. Die einfallsreichen Variationen des schlichten Themas der Sinfonia concertante boten den Solisten viel Raum, um sich zu beweisen. Schön anzuhören war auch die Zwiesprache zwischen Oboe und Klarinette.

Vorschusslorbeeren erntete Rüdiger Spuck. Der Violinist unterstützte das Harleshäuser Kammerorchester bei der Havanaise von Camille Saint-Saëns. Auf seiner „Silvestre“-Violine aus Lyon von 1840 brillierte Spuck. Hochkonzentriet mit geschlossenen Augen ließ er das bekannte Thema der Havanaise erklingen.

Während er sich in einem Moment noch perfekt in den Klang des Orchesters einfügte, stach er im nächsten Moment wieder wohlklingend hervor. Mit viel Gefühl bewies er seine geigerische Brillanz und rief beim Publikum eine wohlige Gänsehaut hervor. Seiner Begeisterung verlieh das Publikum mit tosendem Applaus Ausdruck.

Auch ohne Spitzen-Solisten überzeugend 

Dass sie auch ohne Unterstützung von Spitzen-Solisten überzeugen können, zeigten die Musiker des Orchesters mit der Sinfonie Nr. 6 in F-Dur von Ludwig van Beethoven – seiner Pastorale. Mit der richtungsweisenden Komposition in fünf Sätzen rissen die Instrumentalisten ihr Publikum mit. Von wohlklingend und sanft bis hin zu laut tönend und dramatisch zeichneten sie klanglich Bilder von grünen Wiesen, Bächen, Sturm und Gewitter.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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