Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps 2 begeisterte Konzertgemeinde in Dagobertshausen

Mozart mal mit Horn und Tuba

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Spielten in der Wehrkirche Dagobertshausen: Musiker des Kasseler Heeresmusikkorps 2.

Dagobertshausen. Auch das letzte Gemurmel verstummte, als Pfarrerin Kirsten Bingel für den Förderkreis zum Erhalt der Elfershäuser Kirche am Donnerstagabend Musiker des Blechbläserensembles des Kasseler Heeresmusikkorps 2 zu einem Benefizkonzert begrüßte.

In die Stille hinein spielte das Ensemble das Stück Canzon seconda von Giovanni Gabrieli, und sofort hatten die Musiker ihr Publikum für sich eingenommen. In teils ungewöhnlichen Besetzungen spielten die Musiker mitunter Bekanntes. So entlockten sie einer Tuba und einer Trompete helle und dunkle Töne, die zusammengenommen etwas ergaben, das die Konzertgemeinde so noch nie gehört hatte: Mozarts Kleine Nachtmusik, wie Moderator Andreas Alschinger in seiner witzigen Moderation ankündigte.

Anika Hanses und Thomas Nixdorf traten als Flötenduett auf. Mit Querflöten spielten sie eine Sonate von Georg Philipp Telemann und brillierten bei Passagen mit Tempowechseln. Das Holzbläsertrio faszinierte mit Stücken von Malcolm Arnold. Im Zusammenspiel von Klarinette, Oboe und Querflöte verzauberten die drei Musiker ihr Publikum. Christian Schmidt stach dabei ins Auge. Er spielte seine Oboe gelassen, während seine Finger blitzschnell übers Instrument rasten.

Zwischen den Stücken war es mucksmäuschenstill. Dafür wurde nach den Auftritten umso lauter applaudiert, ob zu Vorträgen des Hornquartetts oder des Percussionenensembles.

Erstaunlich war, wie spielend leicht die Musiker die Stimmung in der Kirche ändern konnten. Spielte das Bläserensemble das berühmte Yesterday der Beatles, blühte Gänsehaut auf. Bei anderen Stücken klatschten und wippten die Zuhörer im Rhythmus mit. Das Publikum war begeistert und dankte den Musikern, die hauptberuflich bei der Bundeswehr musizieren, mit langem und tosendem Applaus.

Für den Förderkreis als Veranstalter war das Benefizkonzert ein Segen. Der Eintritt war frei – doch die Besucher spendeten 540 Euro für die Elfershäuser Kirche. Das Gotteshaus ist vom Schwamm befallen und wird zurzeit saniert.

Von Magdalena Dräger

Quelle: HNA

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