Munitionsräumung: Am Montag soll Wasser aus dem Wallgraben abgelassen werden

Ziegenhain. Die vorbereitenden Arbeiten für die Kampfmittelräumung im Wallgraben in Ziegenhain haben begonnen. Ab Montag soll der Wasserspiegel des Wallgrabens für einige Tage um bis zu 50 Zentimeter abgesenkt werden. Das bestätigte auf Anfrage der HNA das Justizministerium.

Nötig wird das wegen Arbeiten an den Regulierungen der Zu- und Abläufe des Gewässers. Während der anstehenden Baggerarbeiten (siehe Hintergrund) muss der Abfluss des Wallgrabens völlig abgedichtet werden, so Ministeriumssprecher René Brosius. Dies sei mit den derzeit defekten Schiebern und Klappen nicht möglich. Aktuell ist eine Firma mit deren Instandsetzung beschäftigt. Völlig leerlaufen wird der Wallgraben nach Einschätzung des Ministeriums nicht: Ein Kanalrohr der Stadt begrenze den Abfluss im Ablaufkanal.

Laut Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH, vormals Hessisches Baumanagement und Hessisches Immobilienmanagement) sollen demnächst Gespräche mit einem betroffenen Anwohner stattfinden, da sich das Grundstück mit dem Ablaufbecken zum Teil in Privatbesitz befindet.

Bereits im März waren in einem Bereich am Großen Wallgraben Büsche und Bewuchs an den Uferböschungen zurückgeschnitten worden. Dieser Teil soll als Testfeld für die Kampfmittelräumung dienen. Dort wird das geplante Verfahren zunächst ausprobiert werden. Derzeit laufen die abschließenden Gespräche zur Auftragsvergabe. Die Einrichtung der Baustelle für die Testräumung ist für Ende April geplant, erste Kampfmittelräumungen in dem Probebereich soll es kommenden Monat geben. Die Erkenntnisse aus der Testphase sollen in der anschließenden EU-weiten Ausschreibung berücksichtigt werden, teilt das Ministerium weiter mit.

Die Planungen sehen vor, dass die Kampfmittelräumung in anderthalb Jahren abgeschlossen ist, sagt der Ministeriumssprecher.

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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