Historisches Handwerk, Kunst und Köstlichkeiten lockten Besucher zum Aktionstag

In den Museen war viel los

Kreisteil Melsungen. Historisches Handwerk, die Kunst des Bierbrauens und viele Leckereien lockten die Besucher gestern zum Internationalen Museumstag in die Museen des Kreisteils Melsungen.

Für den Aktionstag hatten sich das Korbmachermuseum Beiseförth, das Museum Gensungen, die Gedenkstätte Breitenau, das Malsfelder Brauereimuseum und das Heimatmuseum Spangenberg einiges einfallen lassen.

Beim mittelalterlichen Markttreiben rund um das Heimatmuseum in Spangenberg gab es viel zu sehen. Von Frauen und Männer in historischen Kostümen, über eine Stuhlflechtwerkstatt bis hin zu frisch gebackenem Brot aus dem alten Ofen des Backhauses. Erste Anlaufstelle für die jungen Gäste des Aktionstag war die Schmiede Hemeln. Dort schmiedete der elfjährige Dominik Uhl unter Anleitung ein Messer. Im Heimatmuseum zeigten Frauen und Männer den Besuchern, wie früher gewebt wurde.

Die Besucher der Gedenkstätte Breitenau konnten sich über die Geschichte Breitenaus zur Zeit des Nationalsozialismus informieren. „Wir bieten heute eine zusätzliche Führung über das Außengelände an“, sagte Annika Hanke, pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte Breitenau.

Gemütlich war es im Korbmachermuseum in Beiseförth. Dort begrüßten Hilburg Harbusch und Waltraud Wagner ihre Gäste mit Nussecken, Rhabarberkuchen und einer Tasse Kaffee. Außerdem stellten sie das alte Handwerk der Korbmacher vor.

Museumstag im Kreisteil Melsungen

Das Brauereimuseum Malsfeld lockte seine Gäste mit einer Führung der besonderen Art. Dafür schlüpfte Erdmute Schirmer in die Rolle von Malwine Heidenreich, der Frau des Brauereigründers.

In einem pompösen Kleid erzählte sie den Besuchern ihre Familiengeschichte und Hans-Dieter Brassel erklärte, wie das mit dem Bierbrauen funktioniert.

Im Museum in Gensungen genossen Konrad Rennert, Albrecht Thöne und Nils Georg die angenehme Kühle des Grubenhauses. „Ich war schon bundesweit in vielen Museen, habe hier aber trotzdem noch etwas dazu gelernt“, sagte Thöne, der bei seinem Besuch in Gensungen über 100 Fotos knipste. Außerdem bot das Gensunger Museum mit archäologischem Schwerpunkt viele Mitmachaktionen an. So konnten sich die Besucher bei Sigrid Hilgenberg einmal im Blaudruck versuchen. Wer einen Blick hinter die Kulissen werfen wollte, konnte Ellen Hofmann beim Restaurieren archäologischer Funde über die Schulter schauen. (yvk)

Quelle: HNA

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