Studie soll Aufschluss über Zukunft des Regionalmuseums geben

Museum: Erneuern oder verlagern

Wolfhagen. Das Regionalmuseum Wolfhager Land neben der Wolfhager Burg gehört zu den wichtigsten kulturellen und touristischen Anlaufstellen im Wolfhager Land, daran ließ gestern Landrat Uwe Schmidt bei seinem Besuch keinen Zweifel.

Und damit das auch so bleibt, hat der Kreis als Besitzer der Zehntscheune und des alten Rentamtes, in denen das Museum untergebracht ist, ein Planungsbüro beauftragt, eine Studie zur Zukunft des Museums zu erstellen.

Anlass ist, dass in den Gebäuden in den kommenden Jahren der Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht werden muss, außerdem müssen die Fenster, die elektrischen Installationen und die Heizung erneuert werden. Da diese baulichen Maßnahmen anstehen, mache es Sinn, im Vorfeld die Frage zu klären, wie sich das Museum räumlich und konzeptionell weiterentwickeln könnte.

Hotelpläne für die Burg

Die Kosten für die Untersuchung: 11 350 Euro. Die eine Hälfte zahlen Europäischen Union und das Land Hessen, die andere der Landkreis Kassel. Einen wichtigen Einfluss auf die Zukunft des Regionalmuseums wird eine weitere Studie sein, die sich mit der Wolfhager Burg beschäftigt. Bürgermeister Reinhard Schaake: „Wir wollen sehen, ob wir die Burg mit Garten zu einem Zukunftsprojekt entwickeln können.“ Gemeint ist der Umbau zu einem Hotel, „etwas Eigenständiges, mit klarem Profil“, vorzugsweise ausgerichtet auf den Gesundheitssektor, so Schaake weiter. Ein solider Investor sei dabei wesentlich, denn: „Ein zweites Beberbeck will ich hier nicht.“

Wohin die Reise geht, ist völlig offen. Möglich sei, so der Landrat, dass das Museum weitere Räume der Zehntscheune dazubekommt, aber auch, dass es innerhalb Wolfhagens umzieht, wenn das Hotelprojekt realisiert wird und der Investor auch Zehntscheune und Rentamt benötigt.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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