Museum Hochzeitshaus Fritzlar: Brandschutz fordert auffälligen Anbau

So könnte der Anbau an das Fritzlarer Hochzeitshaus aussehen: In dem 12 Meter hohen Turm würden eine Treppe sowie ein feuerfester Aufzug Platz finden. Skizze: privat

Fritzlar. Das Hochzeitshaus in Fritzlar soll einen Anbau bekommen: In das zwölf Meter hohen Bauwerk sollen eine Treppe und ein feuerfester Aufzug integriert werden.

So sollen die Brandschutzauflagen erfüllt werden. „Das ist eine Katastrophe“, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat im Gespräch mit der HNA.

Die Baukosten erhöhten sich durch die Erweiterung von 1,3 auf 1,6 Millionen Euro. Ein 72-prozentiger Zuschuss kommt aus einem Förderprogramm des Landes Hessen.

Die Hülle für das Museum war eigentlich schon geplant. Der Eingang sollte an der Straße am Hochzeitshaus sein. Als zusätzlicher Fluchtweg war eine Stahlwendeltreppe an der Schildererstraße vorgesehen. Doch diese Planungen waren nicht ausreichend. Die Stadt musste beim Brandschutz nachbessern.

Der Turm mit Treppe und Fahrstuhl könnte im Innenhof in fünf Metern Abstand zum Hochzeitshaus entstehen. In das erste und zweite Obergeschoss würde jeweils ein Steg führen. „Wenn wir das ganze Gebäude nutzen wollen, brauchen wir nach Meinung der Bauaufsicht die beiden Rettungswege. Dann müssen wir in den sauren Apfel beißen“, sagte Spogat.

Der Bürgermeister kritisierte die „sehr strengen“ Brandschutzauflagen. Ursprünglich hatte Spogat auf eine andere Lösung gehofft. Doch die Brandschutzauflagen mit einem Umbau innerhalb des Hochzeitshauses zu erfüllen, sei sehr aufwendig und kostspielig. So hätten beispielsweise weitere Wände und brandschutzfeste Türen eingebaut werden müssen.

Die Planungen sollen Thema in der Stadtverordnetensitzung im Dezember sein. Wenn die Mitglieder dann eine Entscheidung treffen, könnten laut Bürgermeister Hartmut Spogat im Sommer oder Herbst die Arbeiten am Hochzeitshaus beginnen. Eigentlich sollte bereits in diesem Herbst Baubeginn sein.

Quelle: HNA

Kommentare