Auftakt der Gesprächsrunden-Serie des Schwälmer Heimatbundes mit Petra Nagel

Museum, Musik und Tracht

Schunkeln zum Finale: von links Schwalm-Kenner Hans Prinz, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Journalistin Petra Nagel, Schwälmer Heimatbund-Vorsitzender Wolfgang Rupp und Musiker Wolfgang Schwalm unterhielten die Gäste der ersten Gesprächsrunde im Schwälmer Heimatmuseum. Foto: Heist

Ziegenhain. „Im Museum tut sich was“, verkündete Wolfgang Rupp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Schwalm-Eder und Vorsitzender des Schwälmer Heimatbundes, am Donnerstagabend im Kunstkabinett des Museums der Schwalm in Ziegenhain. 60 Besucher waren zur Premiere der „Schwälmer Museumsgespräche“ mit der Kasseler Journalistin und Autorin Petra Nagel gekommen und zeigten sich sehr angetan von der Veranstaltung.

„Schwalm aktuell“ lautete das Motto der ersten Gesprächsrunde, zu der neben Rupp auch Landrat Frank-Martin Neupärtl, Wolfgang Schwalm von den Wildecker Herzbuben und der Schwalm-Kenner Hans Prinz als Talk-Gäste erschienen waren.

„Ich bin gar keine Schwälmerin, ich bin nicht mal aus Hessen, trotzdem darf ich heute Abend hier sein“, gestand die gebürtige Niedersächsin Nagel, bevor sie die Gesprächsrunde eröffnete. „Ich bin ein Heckeschwälmer“, stellte sich der aus Allendorf/Landsburg stammende Prinz vor. Umgeben von alten Gemälden, plauderte Nagel mit ihren Gästen in lockerer Atmosphäre über Museum, Musik, Schwälmer Trachten, die Gradwanderung zwischen Tradition und Moderne und Tourismus im Rotkäppchenland. Der unterhaltsame Abend mit bestens aufgelegten Gästen hielt einiges an Neuigkeiten und Überraschungen bereit.

Einen wahren Schatz überreichte Landrat Neupärtl. Eine Karte des Berliner Kupferstechers Johann David Schleuen aus dem Jahr 1760 war bei der Auflösung der Wieraer Schule gefunden worden. „Wir wollen ein Trauzimmer einrichten“, verriet Rupp. „Heiraten mit Herz im Museum der Schwalm“ könne das Motto sein, sagte er.

Nicht zuletzt aufgrund der rückläufigen Besucherzahlen hat sich der Vorsitzende des Schwälmer Heimatbundes einiges vorgenommen. „1911 hat die Museumstätigkeit in der Schwalm begonnen“, erzählte Rupp. Aus diesem Anlass gäbe es im nächsten Jahr ein Jubiläum. „Hans Prinz hat Schätze an alten Filmen. Da planen wir ein Open Air-Kino auf dem neu hergerichteten Paradeplatz“, sagte er.

Eine Kostprobe seines musikalischen Könnens gab Musiker Schwalm, der mit bekannten Melodien wie „Herzilein“ für Stimmung sorgte und Publikum und Gäste mit Geschichten über die Schwälmer Tracht unterhielt.

Zitate

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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