Museumscafé wird immer beliebter

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Lecker: Ilse Kamper (links) bewirtete die zahlreichen Gäste, die es sich beim fünften Museumscafé schmecken ließen.

Wichte. Urgemütlich war es jetzt in den Räumen des Wichter Heimatvereins und Heimatmuseums im ehemaligen Haus Ellenberger: Dort trafen sich Einwohner und auswärtige Besucher zur einer Museumscafé-Veranstaltung.

Kontakt: Ilse Kamper, Tel. 0 56 64 / 81 55

In dem urigen Fachwerkhaus am Dorfplatz gab es viel zu entdecken: Möbel aus Urgroßmutters Zeiten, Webstühle und Spinnräder, etliche Gebrauchsgegenstände aus dem frühen 20. Jahrhundert, Utensilien einer alten Schusterwerkstatt und eine Fossiliensammlung mit Funden aus der Gemarkung Wichte. Dabei durfte nicht nur geschaut, sondern auch auf den historischen Möbeln Platz genommen werden.

Vor allem das Klassenzimmer aus den 1920er Jahren weckte das Interesse der jungen Gäste, so dass sie sogar am Wochenende freiwillig die Schulbank drückten.

„Bei uns ist alles in Gebrauch“, sagte Ilse Kamper vom Heimatverein, die stets ein offenes Ohr für die Fragen der Museumsbesucher und Kaffeegäste hatte. Außerdem ist sie verantwortlich für die Web- und Spinnstube: Regelmäßig gibt sie in dem Heimatmuseum Kurse in Sachen Weben, Spinnen, Färben und Filzen.

„Ich finde es gut, dass der Heimatverein die Vergangenheit und das Handwerk lebendig hält“, sagte Martin Spieker, der mit seiner Familie aus Oberellenbach ins Museumscafé gekommen war. „Außerdem ist der Kuchen sehr lecker“, fügte er lachend hinzu, bevor er den nächsten Bissen nahm.

Viele freiwillige Helfer sorgten dafür, dass Kaffee, Tee und Kuchen stets griffbereit auf den liebevoll mit Teelichtern und Blumen dekorierten Tischen standen.

Seit September veranstaltet der Heimatverein das Museumscafé in einem sechswöchigen Rhythmus. „Wir wollten einen Treffpunkt für das Dorf schaffen“, sagt Kamper.

Mittlerweile hat sich das Konzept auch über die Grenzen von Wichte hinaus herumgesprochen. So kamen neben alteingesessenen Dörflern auch Menschen aus den anderen Morschener Ortsteilen, aus Melsungen, Alheim und Beiseförth zum Sonntagskaffee in das Heimatmuseum.
Von Verena Koch

Quelle: HNA

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