Museumstag lockte Besucher nach Spangenberg, Gensungen und Guxhagen

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Auf den Spuren des alten Spangenbergs: Martin Söchting (vorne links) führt die Besucher durch das alte Burgsitz-Herrenhaus – vom Gewölbekeller bis zum Dachboden.

Kreisteil Melsungen. Einen Blick hinter die Museumsvitrinen und alte Türen konnten die Besucher am Sonntag in Spangenberg, Gensungen und der Gedänkstätte Breitenau in Guxhagen werfen. Anlass war der Internationale Museumstag.

Spangenberg: Wer hoch hinaus wollte, konnte bei einer Führung den Kirchturm der Spangenberger Stadtkirche erklimmen. Auf dem Burgsitzhof hatten Künstler aus der Umgebung ihre Exponate ausgestellt. Ein Höhepunk war die Besichtigung des Burgsitz-Herrenhauses. Das alte Fachwerkhaus, einst das dritthöchste Gebäude Spangenbergs, wird seit einigen Jahren saniert. Die Stiftung Himmelsfels und die Werkhütte Kassel haben aus der Renovierung ein Projekt gemacht, bei dem Menschen mit verschiedenen Hintergründen mitarbeiten. Bei Stadtführungen wurden die Besucher durch die ganze Liebenbachstadt geführt.

Gensungen: Wie Oma aus Schafswolle Garn gesponnen hat, konnten die Besucher in Gensungen erfahren. Mehr als hundert Besucher erkundeten die vor- und frühgeschichtliche Ausstellung im Museum, die Volkskunde im Tagelöhnerhaus und das Archiv mit den zum Teil über 200 Jahre alten Akten.

Im Keller probierten vor allem die jüngsten Besucher unter Anleitung von Helmut Lengemann, wie es den Steinzeitmenschen gelang, mit einem Bohrer aus Holz Löcher in Steinwerkzeuge zu bohren. Den Besuchern wurde zum Beispiel gezeigt, wie Scherben eines Tongefäßes zusammensetzt werden.

Den Nachlass eines Häftlings, der im frühen Konzentrationslager Breitenau und anderen Lagern gefangen war, zeigte die Gedenkstätte Breitenau unter anderem ihren Besuchern am Sonntag: Eine Häftlingsjacke, Bleistiftzeichnungen des Lagers, ein Selbstporträt. (zgr)

Quelle: HNA

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