Die Dritt- und Viertklässler der Stellbergschule präsentieren das Musical mit Pinguin Paul, der sich seine Welt bunt ausmalt

Musical: Pinguin Paul auf großer Reise

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Bereit für den großen Auftritt: Die Schüler der Stellbergschule probten ein Jahr lang für das Musical: „Pinguin Paul will’s wissen“ mit Isa Siemon und Birgit Kieburg (hinten links und rechts). Foto: Gewert

Homberg. Hier ist nicht Urmel aus dem Ei geschlüpft, sondern ein kleiner Pinguin. Sein Name ist Paul. In die Turnhalle der Stellbergschule sind Kindergärten und Schulklassen gekommen, um sich das Musical mit „Paul Pinguin will's wissen" anzusehen.

Er ist anders, will keine Nummer wie die anderen seiner Sippe zum Namen haben und möchte wissen, was hinter den Eisschollen liegt.

In der Pinguinschule Freie Scholle lernen die Kleinen von Anfang an, dass alles grau ist. Die Sonne. Der Himmel. Pinguin Paul beschwert sich: „Aber die Sonne ist gelb. Der Himmel ist blau“. Die Antwort: „Du willst uns wohl auf die Flügel nehmen. Jeder Pinguin sieht grau.“ Die anderen halten ihn für einen komischen Vogel. Pinguine frieren nicht, doch ihm ist kalt.

Paul stellt sich seine Welt anders vor. Er träumt von bunten Farben. Sein Vater entdeckt in der Zeitung eine Anzeige, in der ein Pinguin-Job angeboten wird. Da ihn sein Umfeld nicht versteht und er sich im Kreis dreht, fasst er einen Entschluss. Er fliegt mit dem nächsten Albatros nach Hawaii.

22 Dritt- und Viertklässler haben ein Jahr lang, einmal die Woche geprobt. „Das Stück zeigt den Kindern, dass jeder seinen Traum verwirklichen kann“, sagt Birgit Kieburg, Schulleiterin. „In dem Jahr habe ich die Fortschritte der Kinder beobachten können. Sie lernen, mit Lampenfieber umzugehen und treten jetzt ganz anders auf.“ Wichtig ist ihr, dass die Kinder viel Spaß haben.

Die Organisation und Vorbereitung übernahmen Isa Siemon, Lehrerin, und Birgit Kieburg. Kieburg sitzt am Klavier, haut in die Tasten. Die Kinder singen los. Das Bühnenbild zeigt zu Beginn eine triste Welt in Grautönen.

Nebelmaschinen simulieren die Kälte des Nordens. Auch wenn die Aufregung groß ist, haben sich die zahlreichen Proben gelohnt. Am Ende gibt es das Brot eines jeden Künstlers: Applaus. Die Hauptaufführung ist heute ab 19 Uhr, ebenfalls in der Turnhalle der Stellbergschule. Auch am Freitag, 10 Uhr, besteht noch einmal die Chance, das Stück zu sehen.

Von Marie-Therese Gewert

Quelle: HNA

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