Konzert in der Stadtkirche als Abschluss der Veranstaltungen zur Elisabeth-Ausstellung

Musik für eine Heilige

Eindrucksvoll auf den Spuren der Elisabeth: Das Eisenberg Ensemble unter der Leitung von Landesposaunenwart Andreas Jahn. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Die vier Kerzen des großen Adventskranzes leuchteten dezent im Hintergrund. Sie waren das einzig Weihnachtliche beim Konzert am Sonntagabend in der Stadtkirche, das den Abschluss einer Reihe von Veranstaltungen zur Sonderausstellung „Meine Elisabeth“ des Regionalmuseums bildete.

Im Festtrubel vielleicht eine willkommene Abwechslung für die 40 Besucher, mehr hatten sich im winterlichen Schneetreiben nicht auf die Straßen getraut.

Und so hätte Museumsdirektor Dr. Jürgen Römer jedem einzelnen am liebsten eine Tapferkeitsmedaille verliehen. Doch das musste er gar nicht, denn das Programm an sich war Belohnung genug. Unter dem Titel „Klänge für Elisabeth - Musik aus Mittelalter und Moderne“ lieferte das Eisenberg-Ensemble, ein Auswahlposaunenchor aus dem Kirchenkreis des Eisenbergs (Korbach), selbst für die Ohren verwöhnter Musikliebhaber einen wahren Hochgenuss. Unter der Leitung von Andreas Jung und in Kooperation mit Kantor Bernd Geiersbach gab es einen abwechslungsreichen Abend mit manch Bekanntem, aber auch Außergewöhnlichem.

Das Spiel der Blechbläser hofierte die über einen Beamer unters Kirchendach projizierten Ausstellungsfotografien, mal unaufdringlich schwermütig, mal ganz geheimnisvoll, stets bedächtig still. Niemand wagte, durch Applaus die Ruhe zu stören, was auch der Meditation „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht“ entgegen kam. Gut auch die Tatsache, dass sich die eindrucksvollen Fotografien, aufgenommen von Dr. Römer, immer wiederholten, so verpasste man nichts, schloss man die Augen, um die Musik in ihrer Ganzheit in sich aufzusaugen.

Landesposaunenwart Jahn hat seine Musiker im Griff, keine Frage, die unterstützt wurden durch Ulrike Tetzer an der Orgel. Den Schlussakkord setzte das gemeinsam gesungene Lied „Wenn das Brot, das wir teilen“.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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