Michael Hirte und das Zupforchester Schwalmstadt traten in der Wieraer Kirche auf

Musik zum Geburtstag

Wiera. Es war ein Geburtstag, wie ihn sich wohl jeder wünschen würde: mit viel Musik, einer riesigen Gästeschar und einem Ehrengast. Das Duo Rin-ins-Land – Brigitte Michelbach und Horst Rininsland – feierte am Sonntag seinen 20. Geburtstag. Mit dabei waren das Zupforchester Schwalmstadt und das Ensemble 50plus, deren Leiterin Michelbach ist.

Am Sonntagnachmittag fand sich in der Wieraer Kirche dann kaum noch ein freier Platz. Denn neben Zupf- und Mandolinenmusik gab es auch Mundharmonika-Klänge zu hören. Der Künstler Michael Hirte trat vor vollem Haus auf. Die Zuhörer erfuhren dabei allerlei Wissenswertes über die Geburtstagskinder.

Erfolgsgeheimnis

Brigitte Michelbachs Schwester Sabine verriet das Geheimnis ihres Erfolges. Angefangen habe damals alles bei Fernsehaufnahmen für den Hessischen Rundfunk. Dabei sei auch der Name des Duos entstanden. Zuvor hatten Michelbach und Rininsland bereits häufiger zusammen musiziert und waren damit bei Familienfeiern aufgetreten. „Beiden ist wohl das Talent in die Wiege gelegt worden“, sagte die Laudatorin.

Aber beide zeichne auch Ausdauer, Fleiß und vor allem Leidenschaft aus. Laien seien sie längst nicht mehr, eher Amateure. Auf Reisen ins Ausland seien Mandoline und Gitarre seitdem ständige Begleiter.

Aus diesen Eindrücken entwickelten sich neue Ideen, etwa das Ensemble 50plus, ein Angebot der Volkshochschule. „Ich wollte Erwachsenen, die früher einmal ein Instrument spielten, wieder einen Einstieg ermöglichen“, erzählte Michelbach. Sicher spiele man Unterhaltungsmusik – aber eben mit Leichtigkeit, bilanzierte die Laudatorin.

Und so gaben beide eine beeindruckende Kostprobe ihres Könnens. Zudem musizierten Zupforchester und Ensemble. Ihrem Geburtstagsständchen lauschten dann beide andächtig: Michael Hirte erwies sich als bescheidener und sehr sympathischer Künstler. „Ich spiele zuerst etwas und dann rede ich“, erklärte er fast ein wenig schüchtern. Aufgeregt sei er vor jedem Konzert, gestand er – egal, ob auf Bühnen großer Hallen oder in kleinen Kirchen.

Melodie auf dem Handy

Der Autodidakt Michael Hirte erzählte, dass er keine Noten beherrsche, aber trotzdem komponiere: „Ich nehme eine Melodie mit dem Handy auf und schicke es meinem Arrangeur, der macht daraus dann ein Lied.“

Und so hörten die Gäste einen Titel, den Michael Hirte für Tochter Maria geschrieben hat. Hirte entlockte der Mundharmonika ohne Mühe klare Töne, die schwungvollen Lieder taten natürlich ihr übriges. Der Funke zum Publikum sprang sofort über, wahrhaft begeistert waren die Zuhörer etwa von einem Medley der Volkslieder.

„Ein schöner Tag“

Aber auch eine Hommage an den verstorbenen Pierre Brice kam gut an – Hirte interpretierte die Musik aus „Winnetou“. Den Schlussakkord setzen dann alle Musiker gemeinsam – mit der deutschen Version von „Amazing Grace“, „Ein schöner Tag“. Den dürften Gäste und Geburtstagskinder ganz sicher gehabt haben. 

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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