Armin Honisch ist seit seinem achten Lebensjahr ein begeisterter Musiker

Musik spielt erste Geige

Weit über seinen Heimatort Seigertshausen hinweg bekannt: Armin Honisch (39) spielte mehrere Jahrzehnte lang mit Vater und Großvater in der Tanzcombo „Oscardos“. Foto: Rose

Seigertshausen. Musik wurde Armin Honisch aus Seigertshausen mit in die Wiege gelegt: Denn schon als Achtjähriger trat der heute 39-Jährige zum ersten Mal auf einer Bühne auf. Am Schlagzeug unterstützte er damals Vater und Großvater – zusammen waren die drei Generationen viele Jahrzehnte als die Tanzcombo „Oscardos“ landauf landab unterwegs. 2006 löste sich die Kapelle auf, doch Musik spielt in Armin Honischs Leben nach seiner Familie immer noch die erste Geige.

Gerade nimmt der Seigertshäuser am HR4-Schlagerwettbewerb Hessenstar teil: Von ursprünglich 250 Sängern haben es zwölf bis in den Vorentscheid geschafft – auch der Seigertshäuser ist dabei. Wenn er ins Finale kommt, wird er Mitte Juni beim Hessentag gegen zwei weitere männliche Konkurrenten ansingen.

„Mein Opa ist alter Militärmusiker. Von ihm hab ich auch Noten gelernt – das war eine strenge, aber sehr gute Schule.“

Armin Honisch

Dass Armin Honisch Talent hat, darin ist sich seine Familie sicher: „Mein Opa ist alter Militärmusiker. Von ihm hab ich auch Noten gelernt – das war eine strenge, aber sehr gute Schule“, erzählt der 39-Jährige.

Heute tingelt Honisch als Musiker zwischen Kassel und Marburg, Alsfeld und Bad Hersfeld durch die Lande. Von Rock, Pop über Volkstümliches bis hin zu Klassikern und Schlagern trifft der Seigertshäuser stets den richtigen Ton. Privat bevorzugt Honisch deutschsprachige Titel: „Helmut Lotti oder Helene Fischer“, sagt er. Auch zuhause macht der Seigertshäuser gern Musik.

Seit seinem 13. Lebensjahr spielt er Keyboard, wenn es gefragt ist, auch Schlagzeug. „Nur unter der Dusche, da singe ich nie“, erklärt er. So locker wie die Zeilen vieler Schlagertexte geht Armin Honisch auch an den Wettbewerb ran: „Die Casting-Shows im Fernsehen finde ich eher abschreckend“, gibt er zu. Die Teilnehmer zeichneten sich eher darin aus, keinen Ton zu treffen und würden häufig unbarmherzig verheizt.

Wie die Sänger im Fernsehen kritisiert würden, sei weder konstruktiv noch angemessen, sondern diene allein der Einschaltquote. „Wäre das bei diesem Wettbewerb genauso gewesen, wäre ich gegangen“, erklärt Honisch. Der Kontakt zu den anderen Sängern beschreibt er als herzlich, die Worte der Jury als sachlich. Honisch sieht den Wettbewerb sportlich: „Ich gehe unverkrampft an die Sache ran.“

Gern auch mal im Duett

Was ihm mindestens genauso wichtig ist, ist sein Publikum. „Wenn der Abend gut läuft, die Leute begeistert sind – das ist für mich der schönste Lohn“, erklärt der Seigertshäuser. Auf der Bühne fühlt sich Armin Honisch zuhause: ob allein, im Duett oder mit einer Blasmusikformation.

Sicher drücken ihm jetzt nicht nur Kollegen und die Familie fest die Daumen. Denn aus dem achtjährigen Knirps am Schlagzeug ist längst ein gestandener Sänger geworden.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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