Duo Soie gab ein Konzert im Kulturhaus Synagoge Gudensberg

Musik für Traumreisen

Herzschlag des Konzerts: Lin Chen am Marimbafon. Fotos: Eberlein

Gudensberg. Klänge aus der Natur gemischt mit Musik wie aus einer anderen Welt: Das Publikum benötigte schon ein wenig Fantasie, um den beiden Musikerinnen Ming Wang und Lin Chen auf ihrer klanglichen Reise zu folgen. Genau darum ging es beim Konzert des Duos Soie am Samstagabend im Kulturhaus Synagoge in Gudensberg.

Gefühle und Fantasie des Publikums sollten durch die Musik der beiden chinesischen Künstler an der Flöte und am Schlagwerk angeregt werden. Man hätte das Konzert am besten mit geschlossenen Augen verfolgt, wäre da nicht die Choreographie und das harmonische Lichtspiel gewesen. Es war ein Genuss für viele Sinne und ebenso sehens- wie hörenswert.

Wie im Theater

„Unser Konzert ist ein bisschen wie Theater“, beschrieb Lin Chen den 70-minütigen Auftritt, bei dem das Publikum ausdrücklich aufgefordert war, nicht zu klatschen. „Das Publikum soll selbst eine Phantasie entwickeln und eigene Gefühle aufkommen lassen, wie in einem Traum vom Einschlafen bis zum Aufwachen“, erklärte die Musikerin. So wurden die Musikstücke aus China, Japan und Europa zu individuellen Erlebnissen.

Egal ob am imposanten Marimbafon, der großen Trommel, den japanischen Klangschalen oder mit den Tomtoms – Lin Chen sorgte für den richtigen Rhythmus und somit für den Herzschlag des Abends.

Was Ming Wang mit der Querflöte, der Xiao-Flöte – einer traditionellen Bambusflöte, auf der bereits vor 3000 Jahren musiziert wurde – und anderen Instrumenten hinzufügte, war in der Tat fantastisch. Harmonie und Disharmonie, bekannte Melodien und Klänge aus fernen Ländern vereinten sich zu einem besonderen Ereignis.

Das Publikum dankte es den Künstlerinnen mit langem Applaus. Wer wollte, konnte dann noch die Instrumente selbst ausprobieren.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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