Musikalische Braunianer aus vielen Ländern spielten für scheidenden Konzernchef

Gelungene Überraschung im Bühnenprogramm: von links Klaviervirtuose Mark Ehrenfried, Komponistin Jelena Dabic, der künstlerische Leiter der Kasseler Musiktage Dr. Dieter Rexroth und der künftige Konzernchef Dr. Heinz-Walter Große. Fotos:  Zerhau

Melsungen. Ein sinfonisches Musikprogramm setzte gestern beim Festakt für Ludwig Georg Braun nicht nur den kulturellen Glanzpunkt, sondern barg auch eine handfeste Überraschung für die Braunianer unter den Gästen und insbesondere für den Geehrten selbst.

Aufgetreten war das Young Euro Classic Orchester Südosteuropa mit Kompositionen von Haydn, Mozart sowie der jungen Komponistin Jelena Dabic. Weiterhin präsentierte der 19-jährige Klaviervirtuose Mark Ehrenfried Franz Liszts Ungarische Rhapsodie.

Als am Ende die jungen Instrumentalisten vom Balkan einzeln namentlich vorgestellt wurden, lüftete der designierte Konzernchef und Haydn-Liebhaber Dr. Heinz-Walter Große – nach einem gelungenen Verwirrspiel – das Geheimnis: Etwa ein Drittel des Klangkörpers auf der Bühne gehörte gar nicht zum Stamm-Orchester. Es waren vielmehr junge Amateurmusiker aus allen Teilen der B. Braun-Welt, die sich mit ihren südosteuropäischen Musikerkollegen auf beeindruckender konzertanter Augenhöhe präsentiert hatten.

Diskret hatten Ilona Braun und der Leiter der Kasseler Musiktage, Dr. Dieter Rexroth, die kulturelle Überraschung vorbereitet. Die jungen Talente des Konzerns waren aus Asien, Südamerika und dem europäischen Ausland vor einigen Tagen nach Berlin geflogen worden, wo sie mit dem Young Euro Classic Orchester unter Leitung von Liana Isakadse ihr Vortragsprogramm einstudiert hatten. Auch vom Stammsitz Melsungen spielten einige musikalische Könner mit.

Rexroth sagte in Anspielung auf die Nachwuchsförder-Aktivitäten des Konzerns, die Auftrittsgelegenheit bei solch wichtigem Anlass sei für die jungen Instrumentalisten vom Balkan eine Art „künstlerische Perspektive plus“.

Ihr letzter Vortrag, das Finale aus Haydns Londoner Sinfonie Nr. 94, war sinnfällig gewählt. Denn das Werk, wusste Kenner Große zu berichten, trägt den Beinamen „Surprise“ (Überraschung). „Das war unsere Surprise für Sie“, sagte er der Hauptperson des Tages.

Ludwig Georg Braun äußerte sich schlicht „überwältigt“: Mit dem eindrucksvollen Zusammenspiel der jungen Musiker sei der Gedanke der Integration versinnbildlicht worden, „der mich ein Leben lang getrieben hat“. Er wünsche sich, dass „die Einmischung der Kunst in unser tägliches Betriebsleben“ auch nach seiner aktiven Zeit eine Maxime für B. Braun bleiben möge.

Quelle: HNA

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