„Prinz der Panflöte“ Roman Kazak gastierte in der evangelischen Kirche Sand

Musikalische Kontraste

Mit Hingabe virtuos: Roman Kazak, auch „Prinz der Panflöte“ genannt, gilt als einer der besten Panflötisten der Welt. Foto: Junker

Bad Emstal. Tonkaskaden in rasend schneller Abfolge, gefolgt von einer sphärischen Klangwelt, die abgelöst von einem gezierten Menuett - in der Evangelischen Kirche Sand wurde am Montagabend ein musikalisches Wechselbad geboten.

Über 40 Musikfreunde hatten sich hier eingefunden, um ein Konzert mit dem Panflötisten Roman Kazak aus Moldawien zu genießen. Sie honorierten jede seiner akustischen Darbietungen mit begeistertem Applaus.

Der 26-Jährige, auch „Prinz der Panflöte“ genannte Musiker gilt weltweit als einer der besten Panflötisten. Er verblüffte seine Zuhörer auch in Bad Emstal immer wieder durch atemberaubende Tonkonstruktionen, vorgetragen mit großer Musikalität. Vladimir Steba am E-Piano begleitete den jungen Panflötisten durch kunstvolle Arrangements, deren Repertoire von Bach und Mozart bis hin zu Pop-Klassikern, rumänischen Volksliedern und modernen Eigenkompositionen reichte.

Beeindruckend war die Virtuosität des Künstlers und sein langer Atem. In rasantem Tempo zauberte er mit gewaltigem Lungenvolumen auf dem aus einer Vielzahl aneinandergereihten Pfeifen Melodien.

Bedauerlich war nur, dass sich manche der schönen Töne zu schnell an den Mauern der Kirche brachen. Deren Raum schien das Klangvolumen der Kazakschen Panflöten gelegentlich einzuengen, andernfalls hätten die hohen, die klaren und harten Töne das Trommelfell schonender erreicht.

Tour-Abschluss

Zwei Monate waren Kazak und Steba mit ihrem Programm „Phantasien der Panflöte“ in ganz Deutschland unterwegs, das Konzert in Sand war das letzte vor ihrer Heimreise nach Moldawien.

Von Constanze Junker

Quelle: HNA

Kommentare