Konzert auf dem Paradeplatz

Musiker präsentierten Vielfalt evangelischer Kirchenmusik

+
Unter freiem Himmel: Zahlreiche Besucher lauschten den Klängen der Blechbläser, die unter dem präzisen Dirigat brillierten. Fotos: Haaß

Ziegenhain. Am Sonntagnachmittag lud die Bläsergruppe des Posaunenwerks der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vor dem Schmuckportal der Schlosskirche in Ziegenhain zu einer Bläser-Serenade anlässlich des Kreisposaunenfest ein.

Unter der Leitung von Landesposaunenwart Ulrich Rebmann präsentierten die fünzig Musiker der Bläsergruppe über eine Stunde Blasmusik in hervorragender Qualität.

Kurz nachdem um 17 Uhr der letzte Glockenschlag der Schlosskirche verhalte begrüßte Dekan Christian Wachter die Besucher auf dem an diesen Spätnachmittag beinahe schon mediterran anmutenden Paradeplatz in der Mitte der alten Wasserfestung.

„Das Konzert der Bläsergruppe vor der Kirche ist quasi eine Premiere, welche aber unbedingt wiederholt werden sollte,“ freute sich Dekan Wachter Angesicht der doch ordentlich gefüllten Bänke zu Konzertbeginn.

Knapp 70 Besucher hatten trotz schwül-warmer Temperaturen den Weg zum Kreisposaunenfest gefunden. Und auch während der Serenade kamen immer wieder Menschen, angezogen durch die Musik, neugierig auf den Platz, setzten sich auf eine Bank und lauschten den harmonischen Klängen der Blechinstrumente.

Die Musiker um Ulrich Rebmann zeigten den Zuhörern die große Vielfalt evangelischer Kirchenmusik. Von „O Jesulein süß“ über „Komm, bau ein Haus“ bis hinzu „Mashiti Amen“ bot die Bläsergruppe ein Potpourri zeitloser Melodien und animierte die Menschen auf den Bänken immer zum mitsingen.

Dekan Wachter führte durch das Konzert und erinnerte dabei auch an ein mit dem Datum 20. Juli immer verbunden bleibendes tragisches Ereignis in der deutschen Geschichte. Vor 70 Jahren scheiterte das Attentat auf Adolf Hitler. „Der 20. Juli ist der Tag des Widerstands. Es gab damals zu wenig Widerstand und zu viel Zustimmung,“ richtete er sich in einem stillen und nachdenklichen Moment an die Zuhörer.

Die Zuschauer bedankten sich für dieses hoffentlich nicht einmalige Konzerterlebnis mit herzlichem Applaus und nach einer Zugabe traf man sich im Schatten der Schlosskirche noch zu einem kühlem Getränk und einer Bratwurst.

Beim Kreisposaunenfest pflegen die Musiker regelmäßig über Chorgrenzen hinweg das Miteinander. Darüber hinaus bietet die Bläsergruppe des Posaunenwerks den Bläsern auch aus kleineren Chören die Möglichkeit Musikstücke zu spielen, welche nur in einem großen Ensemble richtig zur Geltung kommen.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

Kommentare