Hoffen auf 10.000 Euro-Zuschuss von der Gemeinde

Musikzug Körle sucht Probenraum

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Sie brauchen dringend einen neuen Probenraum: Die Mitglieder des Musikzugs des TSV Rot-Weiß Körle haben in den vergangenen 17 Jahren schon sechs Mal ihre Bleibe gewechselt.

Körle. Sie sind das musikalische Aushängeschild Körles - doch zum Proben treffen sich die Mitglieder des Musikzugs vom TSV Rot-Weiß in einer abrissreifen Holzhütte. Das soll sich ändern: Der Vorsitzende des Musikzugs Reiner Wenzel sucht dringend eine neue Bleibe für seine Musiker.

Ein Probenraum könnte im Keller des Körler Gasthauses Krone entstehen, aber für den nötigen Umbau fehlen 25.000 Euro. Der Musikzug und der Förderverein des Gasthauses hoffen nun auf einen Zuschuss von der Gemeinde. Denn ohne die Finanzspritze würde der Traum vom eigenen Probenraum wohl wieder zerplatzen.

"Wir sind in den letzten 17 Jahren sechs Mal umgezogen", sagt Reiner Wenzel. "Eine eigene Probenstätte haben wir nie gehabt." Früher trafen sich die Musiker in den Speiseräumen von Körler Gaststätten. Doch da wurden Probentermine schonmal kurzfristig abgesagt, weil in der Gaststätte eine Trauerfeier stattfinden sollte. Vor drei Jahren dann zog der Musikzug in das ehemalige Vereinsheim der LTG Fuldabrück in Dörnhagen um. Doch neben der langen Anfahrt - einige Mitglieder des Musikzugs wohnen beispielsweise in Spangenberg - ist auch der Raum an sich keine befriedigende Lösung: "Das Dach ist undicht, die Hütte schimmelt langsam vor sich hin", beschreibt Wenzel den Zustand des Gebäudes.

Da kam es wie gerufen, dass der Vorstand des "Förderverein Gasthaus zur Krone" dem Musikzug Räume im Keller der Gaststätte anbot. "Die Krone ist traditionell das Vereinslokal des TSV Rot-Weiß Körle, zu dem ja auch der Musikzug gehört", sagt Achim Erbeck, der Vorsitzende des Fördervereins. "Deshalb war für uns klar, dass auch der Musikzug in die Gaststätte reingehört."

Auch Reiner Wenzel ist von der Idee begeistert: "Die Krone wäre die ideale Lösung, sie ist zentral gelegen und wir hätten keine Parkplatzprobleme."

Der Keller des Gasthauses könnte so umgebaut werden, dass die Musiker dort nicht nur proben, sondern auch sperrige Instrumente wie Schlagzeuge und Kesselpauken dauerhaft stehen lassen könnten.

60.000 Euro würde der Umbau nach Angaben des Fördervereins, dem das Gebäude gehört, kosten. Einen Teil des Geldes würden Mittel aus der Dorferneuerung, Eigenleistung und Spenden abdecken - doch dann bliebe immer noch eine Finanzlücke von 25.000 Euro. Deshalb hat der Förderverein die Gemeinde Körle um einen Zuschuss von 10.000 Euro und ein Darlehn von 15.000 Euro gebeten. Darüber sollen die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am heutigen Montag ab 19.30 Uhr im Körler Rathaus entscheiden.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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