18 Athleten kämpften um Ruhm und Ehre

Strongman-Cup in Gudensberg: Bis die Muskeln zitterten

Anfeuerung für jeden: Den 10-Tonnen-Schlepper mussten die Wettkämpfer beim Strongman-Cup über 15 Meter ziehen. Fotos: Zerhau

Gudensberg. Rote Köpfe, Adern, die fast zu platzen schienen und Muskelberge, die unter der Belastung zitterten: Beim Gudensberger Strongman-Cup gehörte das dazu wie Salz zur Suppe.

Nach über drei Stunden standen mit Andreas Altmann aus Bayern, Daniel Wildt aus Baden-Württemberg und Raffael Gorzielik aus Hessen die drei Gewinner der 5. Auflage des Strongman-Cups fest.

In den sechs Disziplinen wurde den 18 Startern alles abverlangt. Beim Baumstamm-Stemmen mussten 120 Kilo so oft wie möglich ge-stemmt werden, ein Stahlrahmen mit 300 Kilo musste auf Zeit über einen Parcours getragen und ein riesiger Schlepperreifen von 150 Kilo vier Mal gewendet werden.

Große Probleme hatten die meisten der Strongmen mit der 150 Kilo schweren Betonkugel, die von der Erde auf einen Palettenstapel gewuchtet werden musste. Standfestigkeit und viel Kraft war auch beim Autokreuzheben gefragt, dabei lag der Heberekord von Andreas Altmann bei sage und schreibe 460 Kilo.

Zwei profis im Gespräch: Heinz Ollesch (links) moderierte die Veranstaltung, Matthias Botthof hatte sie organisiert.

Die Abschlussdisziplin hatte esdann nochmal richtig in sich. Ein Zehn-Tonnen-Schlepper musste über eine Strecke von 15 Metern gezogen werden. Michael Wildt war am besten in Form und schleppte das landwirtschaftliche Ungetüm in 38,89 Sekunden über die Strecke. Dem amtierenden Deutschen Meister Michael Blumstein, der im Gelben Trikot des Spitzenreiters am Start war, ging bei dieser Disziplin die Puste aus. An diesem Tag waren die anderen Athleten stärker, es reichte für ihn nicht für den Sprung aufs Treppchen.

Große Resonanz

Der Strongman-Cup wird von der Sportschule Gudensberg um ihren Chef Matthias Botthof in Zusammenarbeit mit der Stadt Gudensberg veranstaltet. Bürgermeister Frank Börner freute sich über die riesengroße Resonanz, hunderte Kraftsportfans umrahmten die Wettkampfstätte und feuerten alle Athleten frenetisch an.

Ein Fixpunkt bei der Veranstaltung ist Heinz Ollesch, der selbst zwölf Jahre stärkster Mann Deutschlands war und jetzt als Schiedsrichter die Wettkämpfe unter die Lupe nimmt.

Wer dachte, dass das bayerische Urgestein mit Bierruhe an die Sache rangeht, sah sich getäuscht. Ollesch ist diesen Metier ein absoluter Vollprofi und machte aus dem Strongman-Cup eine kurzweilige Show für die Besucher, aber eine äußerst Schweiß treibende für die Starter.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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