Vereinslokomotive muss in Revision - Kosten bis zu 250 000 Euro – Weiterhin Fahrten

Lok muss aufs Abstellgleis

Wird stillgelegt: Ende November Jahres wird die Dampflok 52 8106 der Eisenbahnfreunde Treysa zur Revision aus dem Eisenbahnverkehr gezogen. Foto:s  Krämer/lkx

Treysa. Schwere Zeiten stehen den Eisenbahnfreunden Treysa (EFT) ins Haus: Die Fahrgestellfrist ihrer Vereinsdampflok läuft Ende November ab. „Erst nach der Revision, vergleichbar mit dem TÜV, kann die Dampflok wieder bis zu acht Jahre auf Fahrt gehen“, erklärte Jürgen Hahn, 2. Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Treysa.

Der harte Brocken für die Eisenbahnbegeisterten, die sich laut Hahn zu 99,9 Prozent durch die angebotenen Sonderfahrten finanzieren, ist der Preis: Die Revision des Loktyps 52 8106 wird zwischen 150 000 und 250 000 Euro kosten. „Die Revision wird über Ausbesserungswerke vorgenommen. Das komplette Fahrwerk der Dampflok wird dabei auseinander genommen. Jede einzelne Feder, Achse, und sämtliche Räder werden überprüft“, erläuterte Hahn. Und es wird noch teurer: Um weiter Fahrten anbieten zu können, müssen sich die Eisenbahnfreunde für die Zeit, in der ihre Lok stillsteht, Ersatz mieten. Das wird zum einen eine andere 52 8106 sein, zum anderen die legendäre Schnellzuglok der Baureihe 01. „Das wird ein ganz besonderes Erlebnis“, ist sich Hahn sicher.

Die Miet- und Verbrauchskosten, die vor und bei einer Fahrt anfallen, sind dabei nicht günstig. Wie Hahn berichtete, kann eine Fahrt 3000 bis 5000 Euro kosten. Die Trassenbenutzung kostet Geld, Kosten für Wasser, Schmierstoffe und Kohle fallen an.

Ans Aufgeben denken die Eisenbahnfreunde Treysa keineswegs: „Wir werden nächstes Jahr richtig Gas geben und haben unter anderem größere Fahrten nach Kiel und Hamburg geplant, der Verein macht kräftig weiter.“ Ziel ist es, dass die Revision in zwei Jahren zum 25-jährigen Bestehen der EFT geschafft ist und die Jubiläumsfahrten mit der eigenen 52 8106 unternommen werden. ARTIKEL UNTEN

Von Lukas Krämer

Quelle: HNA

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