Melsungerin Gisela Witzel startet Spendenaktion für Flutopfer in Sachsen und Bayern

Melsungerin will Flutopfern in Süden und Osten helfen

Gisela Witzel

Melsungen. „Das ist doch unvorstellbar. Den Menschen muss man doch schnell und unkompliziert helfen“, sagt die Melsunger Geschäftsfrau Gisela Witzel angesichts der schockierenden Bilder aus den Hochwassergebieten im Osten und Süden Deutschlands.

Die 78-Jährige, die in der Region längst für ihren Einsatz für Bedürftige bekannt ist, hat deshalb eine Spendenaktion für die Hochwasseropfer im niederbayerischen Passau und im sächsischen Grimma ins Leben gerufen.

„Schauen Sie sich doch nur die Leute in Grimma an, die jetzt zum zweiten Mal vom Hochwasser betroffen sind und aufgeben wollen“, sagt Witzel. Wo die Not so groß sei, müsse man helfen, ist die Melsungerin überzeugt.

Zwar sinken die Pegel langsam, aber mit den Schäden, die das Wasser angerichtet hat, werden die Menschen in den betroffenen Gebieten noch lange zu kämpfen haben. Giesela Witzel will die Spenden selbst in die Hochwassergebiete bringen und direkt an die Betroffenen übergeben – und zwar so schnell wie möglich.

Bereits bei der Jahrhundertflut vor elf Jahren hat die Melsungerin eine Spendenaktion ins Leben gerufen und Familien in Weesenstein und Passau unterstützt.

Jahrhundert-Hochwasser: Der Pegel in der Dreiflüsse-Stadt Passau steht so hoch wie nie.

„75 000 Euro sind damals zusammen gekommen“, sagt Witzel. Damals hat sogar das Fernsehen einen Bericht über die Melsungerin gezeigt. Doch ihr gehe es nicht darum, sich in den Vordergrund zu rücken, sondern spontan zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.

Das Geld hat sie 2002 höchstpersönlich abgeliefert. Kein Euro, sagt die 78-Jährige, sei verloren gegangen. „Für mich ist es wichtig, dass die Menschen wissen, dass ihr Geld ankommt.“

Sie werde sich deshalb mit den Städten in Verbindung setzen und in Absprache mit den Verantwortlichen da helfen, wo es am nötigsten ist.

„Ich habe damals so viel Verzweiflung gesehen, aber auch erfahren, wie dankbar die Menschen für die spontane und unbürokratische Hilfe waren“, erinnert sich die Geschäftsfrau. Und genau deshalb will Witzel auch jetzt helfen und hofft dabei auf die Unterstützung der Menschen in der Region.

• Für Fragen steht Gisela Witzel unter Tel. 05661/4686 zur Verfügung.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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