50. Frühstückstreffen: 180 Gäste lauschten Musik und einer Missionarin

Waren am Samstag zu Gast in Ziegenhain: Ingrid Dein-Roncal und Carlos Roncal berichteten über ihre Glaubenserfahrungen in Peru. Foto: Rose

Ziegenhain. Musik und Missionarsarbeit – beides ist im Leben von Ingrid Dein-Roncal und Carlos Roncal miteinander verbunden. Das Ehepaar war zu Gast beim 50. Frühstückstreffen für Frauen am Samstag in der Kulturhalle. 180 Frauen lauschten peruanischen Klängen und persönlichen Glaubenserfahrungen.

Dabei gab es für Ingrid Dein-Roncal fernab des Podiums einige freudige Wiedersehen. Die gebürtige Gambacherin arbeitete von 1975 bis 1977 als Jugendreferentin in Neukirchen. Und so war sie sichtlich bewegt, was aus früheren Jungscharkindern für gestandene Frauen geworden sind.

Geprägt hat ihr Leben jedoch die Zeit in Peru: 1979 reiste sie als Missionarin dorthin, lernte ihren Mann Carlos kennen. Seit 1993 lebt die Familie – das Paar hat drei Kinder – wieder in Deutschland. „Gott hielt andere Wege für mich bereit. Und dafür bin ich dankbar“, sagte Dein-Roncal. Das peruanische Hochland habe Gott ihr auf das Herz gelegt. „Es hat mich sehr beeindruckt, wie die Mitarbeiter einer einheimischen Mission mit dem allernötigsten auskamen – und so zufrieden waren“, erzählte sie. Für sie und ihren Mann sei es enorm wichtig gewesen, dass ihre eigene Familie in der Basis „für Gott sein soll“. Hoffnung machen auf eine Welt der Gerechtigkeit und Freude – das drückt Carlos Roncal in eigenen Liedern aus. Sie erzählen von den Anden, von der Gnade Gottes und der fröhlichen Lebenseinstellung der Peruaner. „Sie leben dort von der Hand in den Mund, aber sie sind glücklich, weil sie Gott vertrauen. Als wir nach Deutschland zurück kehrten und erstmal nicht krankenversichert waren, waren Verwandte und Freunde entsetzt“, erklärte Dein-Roncal. Sie habe Gott vertraut und er sei da gewesen: „In der Zeit ist uns nichts passiert.“

Dankbar seien sie auch stets für alle Herausforderungen. Carlos habe sich als Musiker und Texter etabliert und gebe Konzerte im In- und Ausland. „Ich war 20 Jahre an der Uniklinik Gießen beschäftigt. Jetzt gehe ich in Altersteilzeit und bin schon gespannt, was Gott mit mir vor hat“, sagte die Referentin. Sie unterstütze schon jetzt Projekte und treffe sich regelmäßig mit spanisch sprechenden Frauen: „Ich will Ihnen Mut machen, Gott zu vertrauen und Veränderungen anzunehmen.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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