45 Schwimmer trainieren einmal die Woche in zwei Gruppen für das Eisbaden am Neujahrstag

Mutige Kinder überwinden die Angst

Erfahrene Schwimmer: Die Fortgeschrittenengruppe mit ihrem Übungsleiter Jörg Krinitz. Foto: Ritter

Neukirchen. Fünf Grad Celsius, dazu Nieselregen: Ein Wetter, bei dem man am liebsten zu Hause gemütlich vor dem warmen Ofen sitzt. Nicht so 45 Kinder in Neukirchen.

Seit dem Ende der Herbstferien treffen sie sich und üben für das Eisbaden am Neujahrstag. Das bedeutet für die Kinder in das kalte Wasser des Freibades zu steigen und die 50-Meter-Bahn zu schwimmen.

Mit verzerrter Miene, zum Teil nur zögerlich wagen sich einige Kinder in das kalte Becken. Andere rennen mutig hinein und schwimmen schnell eine Bahn. Im Anschluss geht es dann wieder ins Hallenbad, wo im warmen Wasser das Schwimmtraining weitergeht. Die Anfängergruppe wird von Kathrin Kindlein geleitet, die erfahrenen Schwimmer werden von Jörg Krinitz trainiert. Die Erwachsenen trainieren mittwochs unter Anleitung von Dr. Brigit de Taillez. „Hier lernen die Kinder, mit ihrer Angst umzugehen“, sagt die Leiterin der Schwimmabteilung des Leichtathletik- und Turnvereins Neukirchen.

Zum elften Mal

Bereits zum elften Mal steht das Eisbaden in Neukirchen an, das Dr. Brigit de Taillez an den Knüll brachte. Nur im vergangenen Jahr musste es ausfallen, da nach einem Leck im Becken kein Wasser darin war. „Die Kinder leisten enormes. Aber auch für die Übungsleiter ist es bei jedem Training eine Herausforderung, denn sie müssen so lange im Becken bleiben, bis der letzte Schüler aus dem Wasser ist“, so de Taillez. Dabei sei es jedem Schüler selbst überlassen, wie lange er im Wasser bleibt, wichtig beim tatsächlichen Eisbaden sei es jedoch, dass dann eine Bahn geschwommen wird.

Als pädagogisches Reizmittel, wie es Birgit de Taillez bezeichnet, gibt es für alle Mädchen und Jungen, die mindestens acht Mal am Training teilgenommen haben, einen Plüscheisbären.

• Am Neujahrstag um 14 Uhr beginnt das Eisbaden. Die älteste Teilnehmerin wird 70 und die jüngste fünf Jahre alt sein. Es kann jeder mitmachen, der sich in das kalte Wasser traut.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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