Nabu: Biber kehrt in Schwalm-Eder-Kreis zurück

Unterwegs nach Norden: Ein Biber knabbert an Weidenästen. Die Tiere könnten bald auch im Kreisteil zu sehen sein. Experten empfehlen, nach Verbissspuren Ausschau zu halten. Archivfoto: dpa

Melsungen. Der Biber kehrt in den Schwalm-Eder-Kreis zurück: Nach Einschätzung des Naturschutzbundes (Nabu) könnten die ersten Tiere auf dem Weg in den Kreisteil Melsungen sein. Die Rückkehr des im 16. Jahrhundert fast ausgerotteten Nagers dürfte auch für Probleme sorgen.

„Der Biber steht quasi vor der Tür“, sagt Mark Harthun, Biberexperte des Nabu Hessen. Zehn Reviere gibt es an der Fulda, vier davon im Raum Hersfeld-Rotenburg. Da die Ausbreitung flussabwärts erfolge, dürfte die nächste Station der Nagetiere Melsungen sein.

Mark Harthun

Die Besiedelung des Schwalm-Eder-Kreises könne jederzeit erfolgen. Denn ein Biber kann 80 Kilometer weit schwimmen. Laut Hermann Glebe, der für den Nabu die Biber in der Region Bad Hersfeld beobachtet, schaffte es vor zwei Jahren ein Exemplar sogar bis nach Kassel. Glebe empfiehlt, besonders nach Verbissspuren im Gehölz Ausschau zu halten - ein Zeichen für die Anwesenheit von Bibern.

Auch wenn sich die Biber bisher entlang der Fulda bewegen, wird es sie dort nicht halten: Über kleine Bäche wandere das Nagetier auch ins Bergland und damit auch in andere Teile des Schwalm-Eder-Kreises, sagt Harthun. Dafür reiche selbst ein kleiner Wasserlauf: „Wir haben schon Rinnsale gesehen, da hat sich das Wasser gestaut, wenn der Biber drin saß.“ (gör)

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Quelle: HNA

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