Nach Aufruf: Fritzlarer packten 300 Kisten mit Geschenken für Familien in Uganda

Sie sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft: Eve Rotthoff (links, stellvertretende Vorsitzende Tabitha Global Care Deutschland) und Irmgard Berle. Foto: Laumann

Fritzlar. In diesem Keller gibt es kaum ein Durchkommen. Bei Reinhard und Irmgard Berle in Fritzlar stapeln sich die Pappkartons. Sie sind voll mit Kleidung Hygieneartikeln, Spielsachen und Schulbedarf.

„Aber das hier ist längst nicht alles", sagt Irmgard Berle, als sie sich einen Weg durch die Türme bahnt. Sie ist überwältigt. Und sie ist glücklich, vielen Menschen im afrikanischen Uganda ein Geschenk machen zu können.

Ende März hatten die Berles einen Spendenaufruf gestartet (wir berichteten). Sie wollten 200 Geschenkboxen sammeln, die an Familien in Uganda gehen sollen. Die Resonanz sei wahnsinnig groß gewesen, wie Irmgard Berle sagt. Immer wieder hätten Menschen aus der Region ihre Hilfe angeboten. Sie packen Kiste um Kiste, um sie nach Fritzlar zu bringen. „Die Leute gaben weit mehr als in die Kartons passt. Wir haben zum Beispiel auch Fahrräder bekommen“, berichtet Irmgard Berle.

Handtuch und Seife

Sie hat alles sortiert und neu verteilt. „Jede Geschenkbox beginnt bei mir mit einem Handtuch und einem Stück Seife“, sagt sie. Das sei wichtig, weil die Berles mit der Stiftung Tabitha Global Care Deutschland die hygienischen Bedingungen in dem Ort Kawolokota verbessern möchten. Auf Handtuch und Seife folgen dann Kleidung, Spielsachen und auch mal ein Kuscheltier für die Kinder.

Irgendwann war der ganze Keller der Berles vorgestellt. Ein Teil der 300 Geschenkboxen lagert nun in einem Raum an der Allee. Die Berles haben ihn kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Langsam stelle sich die Frage, ob die ganzen Geschenke auch in den Container passen. Daher ist die Spendenaktion jetzt offiziell beendet.

Mit einem Container soll alles nach Afrika verschifft werden. Den Container würde sich Berles Projekt mit den Rotarier Nordhessen teilen, die in Uganda 40 Brunnen errichten möchten. Doch eine Förderzusage für das Brunnenprojekt steht noch aus. Daher kann der Container noch nicht auf Reise gehen. Doch ganz gleich, wann es eine Zusage gibt. In diesem Jahr sollen die Geschenkboxen verschickt werden, versichern die Berles.

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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