"Großes Glück gehabt"

Nach Brand im Autohaus Güde: Schaden beträgt nun eine halbe Million Euro

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Hat ihr Lächeln nicht verloren: Franziska Fuchs steht auf dem Dach des Verwaltungstraktes, welches nun laut Sachverständigen ebenfalls komplett erneuert werden muss.

Wolfhagen. Das Lachen ist Inhaberin Franziska Fuchs trotz einiger schlechter Nachrichten nicht vergangen. Der Schaden in ihrem Autohaus Güde nach dem Brand vor etwa sechs Wochen beläuft sich nun auf eine halbe Million Euro, statt der anfangs geschätzten 150.000 Euro.

Dennoch sagt sie, wie am Tag nach dem Feuer: „Wir haben trotzdem großes Glück gehabt.“

Glück im Bezug darauf, dass keine Menschen verletzt oder gar getötet wurden und darauf, „so ein tolles Team an Mitarbeitern zu haben“, die allesamt viel dafür getan hätten, dass der Betreib fast nahtlos einigermaßen reibungslos weitergehen konnte, und auch darauf, dass man sehr gut mit der Versicherung zusammenarbeite. Auch die Kollegen von Wolfhager Kfz-Betrieben hätten sie ebenso wie ihre Freunde in der Zeit nach dem Brand unterstützt.

Einstige Büroräume: Am schwersten betroffen ist der Bereich des Verwaltungstraktes, der bis auf die Grundmauern entkernt wurde und komplett saniert werden muss. In der Ecke hinten links brach das Feuer an einem Faxgerät aus.

Auch wenn die 44-Jährige optimistisch in die Zukunft blickt, waren die vergangenen Wochen doch doppelt anstrengend. Neben den Aufräum- und Sanierungsarbeiten musste schließlich der laufende Geschäftsbetrieb ebenso geplant werden wie die Maßnahmen im Zuge der Renovierung.

Doch gerade in dieser Hinsicht sei sie sehr stolz auf ihr Mitarbeiter-Team, die durch den Brand nötigen Umzug größtenteils auf provisorischen Arbeitsplätzen sitzen. „Alle haben sofort nach dem Feuer angepackt und sogar eigene Büromöbel für die Anfangszeit mitgebracht. Dies war auch nötig, wenn man sieht, was aus dem Brandschaden resultierte. Der am stärksten betroffene Verwaltungstrakt mit zahlreichen Büros, der Computeranlage und dem gesamten Lager musste komplett bis auf die Grundmauern entkernt werden.

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Decken, Fenster, Böden, Stahlträger und die gesamte Elektrik wurden Raub der Flammen beziehungsweise der daraus resultierenden Rußentwicklung. Allein aus diesem Bereich wurden laut Fuchs 13 Container mit jeweils 32 Kubikmetern Branschutt abtransportiert.

Das gesamte Lager, sonst auf zwei Ebenen in Nähe zur Werkstatt, findet sich derzeit in der Tiefgarage wieder, die Kundenberater wiederum sitzen im Neuwagen-Verkaufsraum. Dass nun auch noch das Dach des Autohauses großflächig erneuert werden muss und durch den deutlich höheren Sachschaden auch der Eigenanteil für die Inhaber enorm steigt, ficht die 44-Jährige nicht an, die sich dessen sehr wohl bewusst ist, dass alles noch viel schlimmer hätte kommen können. 

Bilder der Brandschäden

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Quelle: HNA

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